Kräfte stärken - Trauma bewältigen

Projektinhalte

Niederschwellige Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche im Setting Schule. Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche im Setting Schule, die beispielsweise nach den Erfahrungen von Krieg und Flucht psychisch belastet sind. Aktuelle Studien zeigen, dass posttraumatische Belastungen bei geflüchteten Menschen 10x häufiger sind, als in der Durchschnittsbevölkerung. Traumafolgestörungen stellen gerade im Schulalltag ein massives Hindernis für Bildung und Integration dar. Schnelle und leicht zugängliche Unterstützung ist für die Betroffenen essentiell, um soziale Probleme und die Manifestation von psychischen Störungen zu verhindern. Aktuell und für wenige weitere Jahre bietet die Pflichtschulzeit der zwischen 2012 und 2017 nach Österreich geflüchteten Kinder und Jugendlichen ein einmaliges Zeit-Fenster um die Betroffenen im Setting Schule zu erreichen. Niederschwellige Ansätze zur Förderung der psychischen Gesundheit weisen laut internationalen Studien gute Erfolge bei der Stabilisierung und Ressourcenstärkung Betroffener auf.  In Österreich ist dieses evidenzbasierte Schulungsprogramm das erste dieser Art. Im Programm «Kräfte stärken – Trauma bewältigen» lernen die teilnehmenden SchülerInnen, in sechs zweistündigen Gruppensitzungen, die Symptome zu verstehen, zu erkennen und zu kontrollieren. Parallel dazu werden Eltern über Möglichkeiten informiert, ihre Kinder zu unterstützen und tauschen sich über Wege zur Stärkung ihrer eigenen psychischen Gesundheit aus. Durch aktive Einbindung von und gezielter Unterstützung der PädagogInnen und AkteurInnen im Stützsystem der Schule sichern wir Know-how Transfer und Kompetenzentwicklung sowie die Weiterbetreuung von SchülerInnen, wo diese notwendig ist. Die vertraute, klare Struktur der Schule macht Kontaktaufnahme und Organisation des Schulungsprogrammes sowie der Angebote für Eltern möglich. Die Sprach- und Kulturkompetenz geschulter, muttersprachlicher TrainerInnen ermöglicht den Zugang zur und Akzeptanz in der Zielgruppe. Neben der Kooperation mit Stakeholdern an der Schule, strebt das Projekt gute Vernetzung mit Therapieeinrichtungen (zur Weiterbetreuung von schwer traumatisierten Personen) und Bildungseinrichtungen an. Die Erfahrungen aus diesem neuen Konzept für psychische Gesundheitsförderung werden zur Weiterentwicklung und Ausweitung niederschwelliger Maßnahmen in diesem Bereich beitragen.

Projektnummer

3043

Projektkategorie

Praxisorientiertes Projekt

Organisationsname

AFYA - Verein zur interkulturellen Gesundheitsförderung
Preysinggasse 7-9/4, 1150 Wien
http://www.afya.at

Kontakt

Sabine Kampmüller
0670 6059971

office@afya.at

Projektstart

Projektende

Projektstatus

laufend