Wege aus der Einsamkeit

Das Kardinal König Haus organisiert in
Kooperation mit zahlreichen Trägern (Caritas, Rotes Kreuz, Diakoniewerk, Volkshilfe,  Hilfswerk) auf Wien-/bzw.
Österreich-Ebene den Bildungsgang "Wege aus der Einsamkeit“ als innovatives Lern- und Projekt-Netzwerk . Dieses wird gemeinsam entwickelt und als Pilot mit
ca. 20 TN ab Juni 2022 durchgeführt (und, falls erfolgreich und weiterer Bedarf, in der Folge wiederum weitergeführt bzw. adaptiert). Er baut auf auf "Projekt 3240", wurde an entscheidenden Punkte auf der Basis von laufender Evaluation weiterentwickelt und hat vorliegend methodisch und inhaltlich neue/andere Fokussierungen.

Einsamkeit
einen nachgewiesenen Einfluss auf Morbidität und Mortalität von
Personen. Die Corona-Krise hat Phänomene von Einsamkeit und sozialer
Isolation in einem geradezu wortwörtlichen Sinn ungemein verstärkt. Es
wurde beispielsweise einsamer gestorben und getrauert, Krankheit erlebt.
Alleinerziehende Mütter und Väter kamen an ihre Grenzen, Jugendliche in
der Pubertät konnten ihrer zentralen "Lebensphasenaufgabe", sich in
Beziehungen zu finden und zu erproben, nicht widmen. Alte Menschen waren
infektiologisch geschützt, aber sozial oft verlassen. Jugendliche/junge
Erwachsene und alte Menschen sind die hauptsächlich von Einsamkeit
ohnehin am meisten betroffene Personengruppen. Aber auch die
sozio-ökonomischen Folgen der Pandemie (bzw. des Umgangs damit) für
andere Gruppen und die Exklusion von gesellschaftlichen Gruppen sind
noch nicht voll im Blick (oder "in Zahlen gefasst"), werden aber
zunehmend diskutiert und wahrgenommen. Es braucht - prinzipiell, aber
jetzt, durch "Corona", mehr denn je - einen präventiven,
gesundheitsfördernden, bei gesellschaftlichen Ressourcen der
Aufmerksamkeit, des Gesundheits-Wissens, den sozialen Beziehungen in
konkreten "Settings" ausgehenden Ansatz, um "grenzwertige"
Lebenssituationen durch gemeinsame Aktivität im Sinne der Salutogenese
"verstehbar, handhabbar und sinnstiftend" zu "wenden".

Anliegen ist es deshalb, Menschen aus
ganz unterschiedlichen Kontexten (trägerübergreifend, interprofessionell,
themenübergreifend) in ihrem Planen und Umsetzen von Aktivitäten gegen
Einsamkeit zu begleiten. Dabei setzen wir auf einen von Coaches begleiteten
Prozess in Kleingruppen, um das eigene Handeln zu reflektieren, vertiefen und
mit neuen Bildungs-Impulsen anzureichern. Parallel dazu bieten wir Impulse auf der
Metaebene von Gesellschaftspolitik, Public Health und Ökonomie sowie digitale
„Besuche“ von internationaler Best Practice.

Das
Projekt wird laufend dokumentiert, die Erkenntnisse können in einer Publikation zum Thema münden. Wir wollen das entstehende Netzwerk punktuell weiterpflegen