TOPSY Youth

Das Projekt "TOPSY Youth" reagiert gezielt auf die herausfordernde psychische Gesundheitsproblematik unter Jugendlichen in Österreich, die durch Faktoren wie die anhaltende COVID-19-Pandemie und weitere gesellschaftliche Krisen verstärkt wird (vgl. z.B. aktuelle HBSC-Studie; Dale et al., 2021; Ravens-Sieberer et al., 2022).

TOPSY Youth baut dabei auf dem erfolgreichen Vorgängerprojekt "TOPSY – Toolbox Psychosozial" auf, das ebenfalls von der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) und der Bundesjugendvertretung (BJV) durchgeführt wurde und definiert nun Jugendliche selbst als primäre Zielgruppe.

Mit einem umfassenden Ansatz strebt das Projekt drei zentrale Ziele an. Erstens soll durch partizipative Aktivitäten und die Erstellung eines Lageberichts das Bewusstsein für die psychische Gesundheit junger Menschen geschärft werden, wodurch ein Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Krisen geleistet wird. Zweitens steht die Stärkung der mentalen Gesundheitskompetenz junger Menschen im Fokus, indem ein detaillierter Überblick über bestehende Angebote und Informationsquellen geboten wird. Drittens zielt das Projekt darauf ab, die Selbstwirksamkeit und die Selbstfürsprache junger Menschen zu stärken, indem ihre aktive Beteiligung an Dialogveranstaltungen ermöglicht wird. Im Rahmen von Fokusgruppen werden über die Bereiche Schule, außerschulische Kinder- und Jugendarbeit sowie Lehr- und Ausbildungsstätten junge Menschen adressiert. Lehrlinge werden dabei als besondere Zielgruppe inkludiert.

Das Projekt umfasst mehrere Aktivitäten zur Förderung der psychischen Gesundheit junger Menschen. Der Desk Research zielt darauf ab, Informationsquellen zu identifizieren und einen Lagebericht zu erstellen. Fokusgruppen dienen der Bedarfserhebung, und Dialogveranstaltungen zwischen jungen Menschen und Entscheidungsträger*innen sollen das Empowerment der jungen Menschen fördern. Der partizipativ erstellte Lagebericht integriert Erfahrungen und Perspektiven von Jugendlichen sowie Fachbeiträge. Die Informationen werden grafisch umgesetzt und öffentlich zugänglich gemacht, einschließlich einer Abschlussveranstaltung zur Veröffentlichung des Berichts.

Quellen:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) (2023). Gesundheit und Gesundheitsverhalten von österreichischen Schülerinnen und Schülern Ergebnisse des WHO-HBSC-Survey 2021/22. Abrufbar unter https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Kinder--und-Jugendgesundheit/HBSC.html

Dale et al. (2021). Mental Health of Apprentices during the COVID-19 Pandemic in Austria and the Effect of Gender, Migration Background, and Work Situation. Int. J. Environ. Res. Public Health 2021, 18(17), 8933; https://doi.org/10.3390/ijerph18178933

Ravens-Sieberer, U., Kaman, A., Erhart, M., Devine, J., Schlack, R. & Otto, C. (2022). Impact of the COVID-19 pandemic on quality of life and mental health in children and adolescents in Germany. Eur Child Adolesc Psychiatry, 31(6), 879-889. https://doi.org/10.1007/s00787-021-01726-5