Tagung für Gesundheitsreferent*innen

PROJEKTBEGRÜNDUNG

Die Themen „Sexualität“
und „sexueller Missbrauch/Gewalt“ sind nach wie vor tabuisiert und mit großer
Unsicherheit besetzt. Pädagog*innen verspüren häufig Unsicherheit im Umgang mit
der kindlichen/jugendlichen sexuellen Entwicklung im pädagogischen Alltag.

Eine kontinuierliche
Auseinandersetzung und ein kompetenter Umgang mit dem Thema Sexualität/sexuelle
Gewalt durch die Institution Schule ist wichtig, um einen Rahmen für die
gesundheitliche Chancengerechtigkeit aller im schulischen Setting befindlichen
Personen zu bieten. Daher ist es von großer Bedeutung, zur Erweiterung des
vorhandenen themenspezifischen Wissens der Teilnehmer*innen beizutragen; durch
Aufklärung und Information mögliche (Berührungs-)ängste mit dem Thema zu
mindern und die Handlungskompetenz der im schulischen Setting tätigen Personen
zu fördern und zu stärken.

ZIELSETZUNG

Einen
Beitrag zur Enttabuisierung des Themas durch Aufklärung, Information und
Stärkung der Handlungskompetenz und einer damit verbundenen Stärkung
persönlicher und sozialer Ressourcen (Empowerment) zu leisten, bilden das
übergeordnete Ziel der diesjährigen Tagung. Weiters sollen die Teilnehmer*innen
durch die Vorträge und Workshops Hilfestellungen und Interventionsmöglichkeiten
kennenlernen und erfahren, wie sie diese in ihrer pädagogischen Arbeit und im
schulischen Alltag einsetzen können. Eine nachhaltige, gesundheitsfördernde
Veränderung bestehender Strukturen im System Schule soll dadurch ermöglicht
werden. Dabei sollen gleichermaßen alle im Setting Schule agierenden
Personengruppen profitieren.

Die beiden
geplanten keynotes sollen den Fokus einerseits auf die Prävention von sexuellem
Missbrauch/Gewalt und andererseits auf die Interventions(möglichkeiten) bei
einem konkreten (Verdachts-)fall richten und die Handlungskompetenz der
Teilnehmer*innen fördern und stärken. In Verbindung mit den vertiefenden
Workshops soll der Bogen über themenspezifische Inhalte gespannt werden und
eine möglichst große Breite der Thematik angeboten werden. Im Sinne des
Partizipationsgedankens gilt es dabei, vor allem Umsetzungs- und Handlungsmöglichkeiten
(Verknüpfung von Theorie und Praxis) für die Schule zu erarbeiten.

Auf die
Vermittlung von praktischen Anregungen und konkreten Handlungsbeispielen wird
bei der Auswahl der Workshops besonderer Wert gelegt (Praxistransfer und
nachhaltige gesundheitsfördernde Veränderung bestehender Strukturen).

SETTING
& ZIELGRUPPE

Setting: Schule (alle Schultypen und
Schulstufen)

Zielgruppen sind Pädagoginnen und Pädagogen
an Salzburgs Schulen (alle Schultypen und Schulstufen) sowie Direktor*innen.
Insbesondere ist die Tagung den Gesundheitsreferent*innen gewidmet.

GEPLANTE
AKTIVITÄTEN & MASSNAHMEN

Die
beiden Keynotes fokussieren sich inhaltlich einerseits auf die Prävention und andererseits
auf die Intervention im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch.  Die gesprochenen Inhalte der beiden keynotes
werden mithilfe von Graphic Recording (= live gezeichnetes Bildprotokoll) simultan
bildlich festgehalten und somit die Essenz visuell verankert. Ein Graphic
Recording reflektiert, analysiert und visualisiert die wesentlichen Punkte und
bringt es in eine (be-)greifbare Form.

Die Workshops
ermöglichen den Pädagog*innen eine Vertiefung und das konkrete Aufzeigen von Umsetzungs-
und Anwendungsmöglichkeiten für das Schulsetting. Ziel hierbei ist es, durch
Partizipation der Teilnehmer*innen einen möglichst hohen Praxisbezug mit
einhergehender Transfermöglichkeit der Inhalte in den schulischen Alltag zu
ermöglichen.

In einer
im Anschluss an die Ateliers stattfindenden Diskussionsrunde soll den Teilnehmer*innen
die Möglichkeit geboten werden, noch offene Fragen zu klären. Die
Aufzeichnungen aus dem Graphic Recording dienen hierfür als Anker und
Anknüpfungspunkt.

Mithilfe
des Anbieter-/Partnernetzwerks „Gesunde Bildungseinrichtungen“ wird auf
bestehende Ressourcen zurückgegriffen und ein fach- bzw. themenspezifischer
Austausch ermöglicht.  Ein Markt der
Möglichkeiten soll über (regionale) Angebote zum Thema informieren und
Unterstützungsmöglichkeiten präsentieren. Weiters ist ein Bücherverkaufstisch
mit zur Thematik passender Literatur geplant.

KOOPERATIONSPARTNER

Anbieter-/Partnernetzwerk „Gesunde
Bildungseinrichtungen“