Hauskrankenpflege im Zentrum

An diesem österreichweiten Projekt nehmen mehrere Bundesländer und mehrere Träger teil. Die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege sollen in ihrer sehr fordernden Arbeit der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen unterstützt werden. Das bundesländerübergreifende Arbeiten teilt Know-How und Ressourcen, die für das eigene Bundesland passenden Maßnahmen werden entwickelt. Die methodischen Schwerpunkte im Projekt sind Organisationsentwicklung zu Hospiz und Palliative Care, Fortbildung, Beratung und Vernetzung. Die Hauskrankenpflege in Österreich betreut die Menschen zu Hause. Sehr oft haben sie in ihrer Tätigkeit kein oder kaum Wissen und Erfahrung zu Hospiz und Palliative Care, und ihre Trägerorganisation hat sich noch nicht mit dem Thema Sterben und Tod auseinandergesetzt und bietet daher bei der Betreuung von schwerkranken und sterbenden PatientInnen wenige unterstützende Strukturen und Abläufe an. Der Arbeitsalltag der Hauskrankenpflege ist geprägt von großem Zeitdruck, fehlender Betreuungskontinutität, zeitlich fixierten Diensten und das alles bei oftmals fehlender Qualifikation in Hospiz und Palliative Care. Die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege haben in ihrer Tätigkeit ein sehr hohes Maß an körperlicher und psychischer Belastung zu tragen. Jede Krisensituation verstärkt den Druck auf die Betreuungs- und Pflegepersonen. Hinzu kommt, dass die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege mit einer Reihe anderer Dienstleister, wie den HausärztInnen, zusammenarbeiten sollten, denn von dieser Abstimmung hängt das Gelingen der Betreuung ab. Gleichzeitig wünschen sich die meisten Menschen, die in Österreich leben, dass sie zu Hause versterben können. Die Realität zeigt jedoch, dass nur 27% tatsächlich zu Hause versterben. Das sind Zahlen, die seit 1988 annähernd gleich geblieben sind. Die Erwartungen an die Betreuenden sind, dass sie ein Sterben zu Hause ermöglichen. Die MitarbeiterInnen können diese Kluft zwischen Wunsch und Realität unter den gegebenen Umständen nicht schließen. Im Projekt soll die Hauskrankenpflege in der Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen unterstützt und gestärkt werden, abgestimmt auf die Ausgangssituationen und die Bedingungen in den teilnehmenden Bundesländern.