Gemeinsam Gesundheit fördern

Das Projekt „Gemeinsam Gesundheit fördern“ der Volkshilfe Wien hat sich zum Ziel gesetzt, im Zeitraum von Jänner 2021 – Juni 2023 einen innovativen und praxistauglichen Ansatz zur partnerschaftlichen Gesundheitsförderung in der mobilen Pflege und Betreuung zu entwickeln und umzusetzen. Dabei soll die Gesundheit der älteren pflege- und betreuungsbedürftigen Personen, der An- und Zugehörigen und der mobil tätigen Pflege- und Betreuungskräfte gleichermaßen gefördert werden.

Das zentrale Konzept im vorliegenden Projekt ist Gesundheitskompetenz – im Sinne der Selbstfürsorgekompetenz und der Gesundheitskompetenz für andere. Die Herangehensweise ist partizipativ, partnerschaftlich, aktivierend und motivierend, prozesshaft, settingübergreifend (Privathaushalt, sozialräumliches Umfeld) und auf nachhaltige Veränderungen ausgerichtet. Capacity Building und Empowerment der Beteiligten sind zentrale Anliegen.

Das Projekt wird mit einem professionellen Projektmanagement in folgenden Phasen und Arbeitsschritten umgesetzt:
• Laufende Gesundheitskommunikation mit den Zielgruppen (digitale Tools, Learning Nuggets, ...)
• IST-Analyse in allen drei Zielgruppen (Fragebogen, Interviews, Fokusgruppen, Expert*innen-Zukunftswerkstatt) und Rückmeldung der Ergebnisse
• Partizipative Strategie- und Maßnahmenplanung (Ideenlabor, Innovationswerkstatt) und Auswahl von Handlungsfeldern für die Umsetzung
• Pilot-Umsetzung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen für drei Zielgruppen (z. B. gesundheitsförderliche Dienstleistungsmodule, Gesundheitskompetenz-Trainings, psychosoziale Gesundheitsförderung/Einsamkeit, Selbstfürsorge-Tankstellen, Lob- und Anerkennungsduschen, Selbstorganisierte Gruppen für An- und Zugehörige)
• Evaluation
• Transfer und Nachhaltigkeit (Transfergruppe, digitales Projekt-Wiki, Transferveranstaltungen)

„Gemeinsam Gesundheit fördern“ baut auf Erfahrungen aus anderen Projekten im Bereich Pflege und Betreuung auf und adaptiert Vorgehensweisen und Instrumente auf den speziellen Kontext der mobilen Pflege und Betreuung.

Von Beginn an bezieht das Projekt relevante strategische Partner*innen mit ein und diskutiert mit ihnen im Rahmen einer Transfergruppe Strategien zur Verbreiterung des Ansatzes partnerschaftliche Gesundheitsförderung in der mobilen Pflege und Betreuung.

Die Projekterfahrungen und die wichtigsten Evaluationsergebnisse werden für die Übertragbarkeit in andere Pflege- und Betreuungsdienste aufbereitet und im Rahmen von Transferveranstaltungen zum Ende des Projekts und mittels eines Abschlussberichts einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Projekt wird von externer Fachberatung begleitet und einer externen Prozess- und Ergebnisevaluation unterzogen.