ELLA für ALLE

ELLA für ALLE: Wohlfühlzone Schule - fühlen macht stark!

Emotionale und soziale Kompetenzen sind als Schlüsselkompetenzen zu betrachten. Neben fachlichen Kenntnissen sind die sogenannten „Soft Skills“ (emotionale, soziale und kommunikative Kompetenzen) im späteren Berufsleben
wichtig und eine bedeutende Voraussetzung für eine gelingende Alltags- und Lebensbewältigung sowie auch für Gesundheitsförderung und Prävention (z.B. von Mobbing, Verhaltensproblemen oder Suchtverhalten).

Aus Sicht von Reicher & Matischek-Jauk (2018, S. 262) sind drei Wirkfaktoren für das Gelingen sozial-emotionalen Lernens wichtig: Implementation (Professionalisierung der pädagogischen Fachkräfte und externe Begleitung), Ressourcen (strukturelle, zeitliche, finanzielle, personelle) sowie Schulentwicklung. Weitere bedeutsame Faktoren sind der gesetzliche Rahmen, die Vernetzung mit Mitgliedern anderer Bildungsinstitutionen und das Einbeziehen der Eltern.

Das Projekt „ELLA für ALLE“ greift die Faktoren auf und wird über einen Zeitraum von zwei Jahren an 16 Schulen einer steirischen Bildungsregion realisiert. Zur Zielerreichung wird ein standortspezifischer Entwicklungsprozess initiiert. Dieser Prozess gliedert sich in zwei Stränge:

die Durchführung eines standortspezifischen Schulentwicklungsprozesses

und die Durchführung eines Trainings (ELLA-Schule) zur Förderung der emotionalen und sozialen
Kompetenzen (Grundstufe I) sowie von Maßnahmen zur Gewalt- und
Mobbingprävention (Grundstufe II).

An den Schulen installierte Projektteams werden von Expertinnen/Experten begleitet, entwickeln partizipative Maßnahmen zur Verbesserung der psychosozialen Gesundheit sowie zur Mobbingprävention und setzen diese während der Projektlaufzeit um. Eine wichtige Variable ist dabei eine Resonanzgruppe, die sich aus Fachpersonal zusammensetzt und Rückmeldungen zu den Maßnahmen gibt. Zur nachhaltigen Verankerung des Themas am Schulstandort erfolgt dessen Integration in den Schulqualitätsmanagementplan. Für alle Maßnahmen ist geplant die Schulpartner/innen und die Schulqualitätsmanager/innen einzubeziehen, die Stärkung der psychosozialen Gesundheit sowie die Prävention von Mobbing in den Fokus zu nehmen und
gemeinsam Schule zur Wohlfühlzone zu machen.