(E)Bike-Xperts

Ausgangslage:
Das Mobilitätsverhalten der Generation 50+ befindet sich in einem Wandel; ein Großteil der zukünftigen SeniorInnen will und wird immer mobiler sein. Aus gesundheitsfördernder Sicht begrüßenswert ist, dass das Fahrrad dabei eine große Rolle spielen wird. Zentrale Umsetzungsregion innerhalb dieses Projekts ist Graz. Zudem arbeiten wir noch mit 4 weiteren Partnergemeinden aus verschiedenen Regionen der Steiermark zusammen. 

Problemstellung:
Einhergehend mit diesem Boom werden aber auch die gesundheitlichen Risiken der E-Bike-Mobilität sichtbar: “3700 Unfälle mit E-Bikes. E-Bike-Unfälle machten 2016 zehn Prozent aller Radunfälle aus. Oft sind Senioren betroffen – weil sie das Rad falsch einschätzen.” Das E-Bike ist ein neues Verkehrsmittel, das in puncto Gewicht, Beschleunigung, Lenk- und Bremsverhalten völlig anders reagiert als ein herkömmliches Fahrrad. Dementsprechend sind auch die Anforderungen an die FahrerInnen andere geworden. Zudem verändern sich gerade in der Gruppe 50+ auch die physiologischen, motorischen und psychomotorischen Fähigkeiten wie Reaktion, Koordination, Kondition, Ausdauer, Schnellkraft, etc., sodass hier eine besondere Aufmerksamkeit geboten scheint. 

Ziel:
Mit Hilfe der gesundheitsfördernden Aspekte des Radfahrens und des E-Bikens soll die soziale sowie die individuelle Gesundheit der Generation 65+ gestärkt werden. Gemeinsam mit der Hauptzielgruppe für E-Bike-Mobilität (Generation 50+) werden Informationsmaterialien niederschwellig und verständlich aufbereitet und auch Strukturen (Trainingsmöglichkeiten für die Bereiche Fitness und Fahrtechnik, gemeinsame Ausfahrten, Sport & Gesundheits-Stammtische, Kompetenzgruppen) im Hinblick auf (E)Bike-Mobilität entwickelt. Diese erhöhen einerseits den Sicherheitsaspekt beim Radfahren und motivieren zusätzlich zu mehr gesundheitsfördernder Bewegung. Eine Teilnahme an den Maßnahmen ist selbstverständlich auch mit einem ganz normalen Fahrrad möglich! Die Abwicklung der einzelnen operativen Maßnahmen und Trainings erfolgt maßgeblich unter Einbindung regionaler Vereine, um das erarbeitete Angebot auch nachhaltig in den Regionen zu verankern. Um die Zielgruppe bestmöglich zu erreichen, kooperieren wir mit all jenen Organisationen, die sehr nahe an der Lebenswelt der Zielgruppe sind und in denen die Zielgruppe typischerweise organisiert ist (wie PensionistInnen- und SeniorInnenverbände, Sportvereine und die in Frage kommenden Pfarren der Diözese Graz-Seckau). Daneben streben wir den Aufbau eines Händlernetzes und eine Erhöhung der Kompetenz im Fachhandel im Bereich gesundheitsrelevanter Themen rund ums (E)Bike an.