BGF Projekt Suchthilfe Wien

Die Suchthilfe Wien gemeinnützige GmbH (SHW) ist eine Tochtergesellschaft der Sucht- und Drogenkoordination Wien gGmbH und sie ist für die operative Umsetzung von Teilen der Wiener Drogenstrategie zuständig. Die SHW betreibt Suchthilfeeinrichtungen und Gemeinwesenprojekte in Wien und verfolgt das Ziel, psychische, physische und soziale Probleme von DrogenkonsumentInnen und anderen marginalisierten Menschen zu reduzieren, deren gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegen zu wirken, zu ihrer gesundheitlichen, sozialen und beruflichen (Re-)Integration beizutragen oder das soziale Nebeneinander im öffentlichen Raum sowie das subjektive Sicherheitsgefühl der WienerInnen zu fördern. Die Einrichtungen der Suchthilfe Wien setzen zahlreiche Angebote von Präventions-, Weiterbildungs-, Informations- und Aufklärungsmaßnahmen über die Beratung, Behandlung und Betreuung suchtgefährdeter und suchtkranker Personen und die Förderung eines sozial verträglichen Nebeneinanders im öffentlichen Raum, bis hin zu Projekten im Bereich der (Re-) Integration suchtkranker Menschen in den Arbeitsmarkt.

Die SHW ist mit ihren Angeboten und Leistungen im Gesundheits- und Sozialbereich angesiedelt und somit stellt das Thema „Gesundheit“ einen zentralen Faktor im Betrieb dar. Dies spiegelt sich auch im neuen Leitbild des Unternehmens wieder, dessen zentraler Mittelpunkt das „Zusammen wirken“ darstellt. Aus diesem Kern leiten sich folgende Leitsätze ab: Jeder Mensch ist gleich an Würde. Tragfähige Beziehungen zu gestalten ist Kern unserer Arbeit. Wir fördern Gesundheit und Lebensqualität. Vielfalt ist unsere Stärke. Wir setzen uns für gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Wir halten zusammen – hilfsbereit und humorvoll. Diese Leitgedanken wirken sowohl nach außen als auch nach innen. Ihre Wirkung nach außen bezieht sich auf die Arbeit mit der Zielgruppe, den KlientInnen und PatientInnen der Suchthilfe Wien. Gleichzeitig haben diese Werte aber auch innerhalb der Organisation einen hohen Stellenwert. Hier steht das gemeinsame Miteinander im Vordergrund.

Mit der Entscheidung für ein BGF-Projekt möchte die Geschäftsführung der Suchthilfe Wien nun die Möglichkeit schaffen, den Leitgedanken „Wir fördern Gesundheit und Lebensqualität. - Wir unterstützen Menschen dabei, ihr Leben so gesund wie möglich zu führen, und schaffen Bewusstsein für Risiken. Damit wirkt unsere Arbeit auch gesamtgesellschaftlich auf gesundheitlicher, sozialer und ökonomischer Ebene. In diesem Sinne achten wir auch auf unsere eigene Gesundheit.“

Die Arbeit im Suchthilfe- und gemeinwesenorientierten Bereich stellt besondere Anforderungen an die MitarbeiterInnen der Organisation und bedingt durch das Klientel ist die Arbeit oftmals besonders herausfordernd. Aus diesem Grund ist die Gesundheit der MitarbeiterInnen dem Führungskräfteteam ein besonderes Anliegen. Durch die Umsetzung eines BGF-Projekts soll sie unterstützt und gestärkt werden. Auch soll mit dem Projekt den vielen und vielfältigen Veränderungen der letzten Jahre Rechnung getragen werden. Die Suchthilfe Wien hat sich seit 2012 in unterschiedlichen Bereichen verändert. Zum Beispiel wurde der Tätigkeitsbereich um das Thema Alkohol erweitert, in dem das regionale Kompetenzzentrum eröffnet wurde. Im Bereich der Mobilen sozialen Arbeit sind neue Teams entstanden, in einer Einrichtung wurde ein Reorganisationsprozess durchgeführt, der neue Aufgabenbereiche und Teams bewirkte, viele Angebote wurden ausgebaut etc. – somit sehr dynamische Jahre für das Unternehmen. Diese Veränderungen bedingten auch einen Personalausbau und das Team der Suchthilfe Wien wurde stark vergrößert. Sowohl die inhaltlichen Erweiterungen als auch die strukturellen Veränderungen hatten eine gewisse innerbetriebliche Wirkung und letztendlich auch eine Auswirkung auf die Gesundheit der MitarbeiterInnen. Mit dem BGF-Projekt soll diesen vielfältigen und dynamischen Veränderungen begegnet werden, indem gemeinsam Verbesserungsmaßnahmen geschaffen werden.

Das BGF-Projekt der Suchthilfe Wien zielt somit auf folgende Bereiche ab: Stärkung des Gesundheitsbewusstseins, Erhöhung der Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen, Kompetenzaufbau und Arbeitsbewältigungsfähigkeit, Partizipation. Durch gezielte Maßnahmen sollen gemeinsam mit den MitarbeiterInnen Vorschläge für Strukturveränderungen und Verbesserungen ausgearbeitet werden, die alle darauf abziehen, das Wohlbefinden und die Arbeitszufriedenheit der MitarbeiterInnen zu erhöhen. Dadurch soll eine gute Basis für gesundes Arbeiten im Betrieb geschaffen werden, die die Unternehmensführung dabei unterstützt, die Unternehmensziele zu erreichen. Übergeordnetes Ziel im Projekt ist es, einen BGF-Prozess im Unternehmen zu starten, beginnend mit einem BGF-Projekt, welches zu Projektende in ein BGM überläuft. Dadurch soll Nachhaltigkeit hergestellt und erreicht werden. Durch eine größtmögliche partizipative Gestaltung sowie die Anwendung verschiedener Methoden sollen alle MitarbeiterInnen die Möglichkeit bekommen, sich aktiv an dem Thema „Gesundheitsförderung“ zu beteiligen. Sie sind die ExpertInnen im Prozess und es geht darum, betriebliche Gesundheitsförderung mit MitarbeiterInnen und nicht für MitarbeiterInnen zu betreiben. Gemäß dem Motto „Stärken stärken, Schwächen schwächen“ sollen die MitarbeiterInnen in ihrer Gesundheit sowie in ihrem Gesundheitsbewusstsein unterstützt werden, um auch weiterhin für die beruflichen Anforderungen gut gerüstet zu sein.