Betriebliche Gesundheitsförderung im Tauernklinikum

Der Arbeitsplatz Krankenhaus mit viel Interaktionsarbeit stellt eine sogenannte Hochzuverlässigkeitsorganisation (High Reliability Organization (HRO)) dar, in der es auf den professionellen Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen ankommt. Dabei ist es wichtig, Rahmenbedingungen zu schaffen und persönliche Ressourcen zu fördern, die den gesundheitserhaltenden Umgang ein Berufsleben lang ermöglichen. Dies legt nahe, ein klassisches partizipatives BGF Modell durch spezifische Inputs zu ergänzen, was insbesondere neben dem Umgang mit saisonalen Belastungsspitzen auch den Umgang mit Risiken und Fehlern betrifft, die zum Teil selbst Stressquellen darstellen. Dazu sollen spezifische Methoden partizipativ gestaltet werden die sich insbesondere mit Stress, Leistung, Sicherheit und Teamqualität beschäftigen (bspw. spezifische Formen von Nachbesprechungen). Mit der Unterzeichnung der BGF-Charta und Kooperation mit der SGKK bekannte sich das Tauernklinikum zu den darin beschriebenen Grundsätzen. Das interne BGF-Projekt ist für einen Zeitraum von 2 Jahren geplant und wird gemäß der Leitlinien der „Luxemburger Deklaration“ des Europäischen Netzwerks für BGF umgesetzt. Die zentralen Projektziele:

Erhebung und Ausbau
gesundheitsfördernder Ressourcen und Abbau gesundheitlicher Belastungen, Reduktion von Stress bei MitarbeiterInnen aufgrund von subjektiv belastenden, Ereignissen außerhalb der Arbeitsroutine

Entwicklung von Maßnahmen
zur Erhöhung der individuellen Gesundheit in Bezug auf Stress am, Arbeitsplatz, sowie zur Erhöhung der Teamqualität, Leistung und, Sicherheit.

Zielgruppen
des Projekts sind v.a. medizinische Berufe im Tauernklinikum an den verschiedenen, Standorten (Ärzte/Ärztinnen, Pflege, Medizinisch Technische Dienste), das sind, ca. 600 MitarbeiterInnen.

Das BGF Projekt der Tauernkliniken wird gemäß dem bewährten und vom Österreichischen und Europäischen Netzwerk für BGF empfohlenen „BGF-Projektzyklus“ umgesetzt (Steuerungsgruppe und Projektteam, Ist-Analyse, partizipative Maßnahmenentwicklung mit Gesundheitszirkeln, Maßnahmenumsetzung, externe Evaluierung). Zentrale Kooperationspartner sind das Institut für Begleitforschung (externe Evaluation), die Agentur für Struktur OG und die SGKK.