18. Fachtagung

Als
Mitarbeiter*innen des Wiener Netzwerks gegen sexuelle Gewalt an Mädchen, Buben
und Jugendlichen stellen wir fest, dass es derzeit es zu großen, teilweise
krisenhaften gesellschaftlichen und politischen Veränderungen kommt. Wie
wirken sich diese Veränderungen auf das Phänomen Gewalt aus und wie können
Kinder und Jugendliche und deren Betreuer*innen diesen Herausforderungen
begegnen? 

Direkte Zielgruppe sind Personen aus dem
pädagogischen, psychotherapeutischen und psychosozialen Feld, die mit Kindern
und Jugendlichen (indirekte Zielgruppe)
im Setting Schule, Freizeiteinrichtungen, Wohngemeinschaft, Kindergarten,
Beratungseinrichtungen, Einrichtung der Jugendwohlfahrt, Einrichtungen der
Behindertenarbeit, des Gesundheitswesens, arbeiten.

Die
Tagung hat zum Ziel, dass traumatisierten, von Gewalt betroffenen Kindern und
Jugendlichen vermehrt gesundheitsfördernde Angebote im Sinne der Tertiärprävention, seitens
psychosozialer Fachpersonen gemacht werden. Auch Aspekte der Primär- und Sekundärprävention  bei
Gewalt werden vorgestellt. Kenntnisse und die Reflexion über mögliche Angebote
und was daran gesundheitsfördernd sein kann, sollen bei der Tagung vermittelt werden.
Dies führt zu einer nachhaltigen Veränderung der Haltung der Zielgruppen
und Verbesserung in den Settings und hat auch für die direkte Zielgruppe
einen gesundheitsfördernden Effekt. (Burnout-Prophylaxe).

Als
Methode wird eine großangelegte, kostengünstige Fachtagung für die direkte
Zielgruppe als Multiplikator*innen und Betreuungspersonen der indirekten
Zielgruppe gewählt. Diese Methode hat sich seit Jahren bewährt und ist auch im
Sinne von gesundheitlicher Chancengerechtigkeit zu verstehen. Denn
dieses Angebot ist allen Personen zugänglich, unabhängig von Bildung,
Einkommen, Familienstand, (soziale) Herkunft, Geschlecht, Wohnregion. Das
erworbene Wissen ist Handwerkszeug und Orientierungshilfe und ermöglicht
professionellere Handlungsfähigkeit. Diese kommt wiederum Kindern und
Jugendlichen zu Gute.

Zentrale Kooperationsparter*innen
sind alle 22 Einrichtungen des Wiener Netzwerks, das auch Auftraggeberin des
Projektes ist. Die Vertreter*innen der Einrichtungen sind auch Teil
der Steuerungs- und Evaluationsgruppe.