Suizid: zweithäufigste Todesursache bei jungen Menschen

Daher ist eine vermehrte Sensibilität für den Unterstützungsbedarf in dieser Lebensphase notwendig. Es braucht maßgeschneiderte Angebote, da sich die Lebens- und Gefühlswelten von Jugendlichen deutlich von denen Erwachsener unterscheiden.Der Fonds Gesundes Österreich fördert deshalb besonders Suizidpräventions-Projekte die speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt wurden.

Das Projekt „Wellenreiten“

Im Rahmen Projektes wurden u.a. folgende Maßnahmen bzw. Medien erarbeitet:

  • Die Webseite www.bittelebe.at wurde für Jugendliche und junge Erwachsenen entwickelt, die die Sorge haben, dass sich ein Freund oder eine Freundin etwas antun könnte. Eine zentrale Aussage: Die meisten Menschen, die einen Suizidversuch unternehmen, wollen nicht sterben, sondern können so wie bisher nicht mehr weiterleben. Gespräche können Leben retten! Hilfe ist möglich und erwünscht! Neben schriftlichen Informationen wurden gemeinsam mit Jugendlichen Videos erarbeitet
  • Zwei Handbücher und Schulungen, die insbesondere schulische Akteure (Lehrpersonen, Direktion, Schulsozialarbeit) dabei unterstützen, Anzeichen von Krisensituationen besser einzuschätzen und hilfreiche Maßnahmen proaktiv bzw. im Anlassfall zu setzen.

Umgesetzt wurde das Projekt von der SUPRO in Vorarlberg, finanziert wurde es vom FGÖ und dem Vorarlberger Landesgesundheitsförderungsfonds.

Pilotprojekt „Youth Aware Of Mental Health“ (YAM)

Ziel des Projektes YAM war es, Empathie, Offenheit sowie Kommunikations- und Problemlösefähigkeit im Umgang mit Depression und Suizidalität zu fördern. Dadurch soll die Suizidalität bei Jugendlichen gesenkt werden. Erprobt wurde das vom Karolinska Institut in Schweden entwickelte Projektkonzept an zehn Tiroler Schulen. Im Rahmen des Unterrichts wurden in Workshops zum Thema Suizid mehr als 550 Schüler/innen erreicht. Die Resonanz auf die Workshops war sowohl von Seiten der Schüler/innen als auch der Pädagog/innen sehr positiv.

Durch das Pilotprojekt YAM konnte in Tirol die Grundlage für die nachhaltige Implementierung geschaffen werden, indem zentrale Akteure sensibilisiert und vernetzt wurden: die Landesschulärztin, die Leitung der Schulpsychologie, die Leitung der Landespräventionsstelle, die Leitung der Schulsozialarbeiter/innen sowie die Bildungsdirektion Tirol. Derzeit wird auch an der bundesweiten Etablierung von YAM gearbeitet.

Umgesetzt wurde das Projekt von sucht.hilfe BIN - Beratungsstelle für Abhängigkeitserkrankungen, finanziert wurde es vom FGÖ und dem Land Tirol.

 

Mehr Informationen zum Thema finden Sei in der OTS-Pressemitteilung