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Toolbox für Betriebe

Die Toolbox für Betriebe ist eine erweiterbare Sammlung von Methoden, Maßnahmen und Aktivitäten aus den vom FGÖ im Call „Aktive Mobilität – gesund unterwegs! Gehen, Radeln, Rollern & Co im Alltag“ geförderten Projekten im Setting Betriebe. Diese Maßnahmen sind Bausteine von betrieblichem Mobilitätsmanagement (BMM), kombiniert mit Elementen aus der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Der Link zwischen BMM und BGF wird über die Förderung der Aktiven Mobilität (Zufußgehen, Radfahren, Rollerfahren) der Mitarbeiter:innen hergestellt, die durch einen aktiv zurückgelegten Arbeitsweg mehr gesundheitsförderliche Bewegung in ihren Alltag bringen. Die Sammlung der Maßnahmen umfasst 50 Elemente, die miteinander kombiniert werden können bzw. aufeinander aufbauen. Die Zusammenstellung erfolgte durch die Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Verkehrswesen. Ergänzt wurden Maßnahmen aus dem Förderschwerpunkt "Betriebliche Gesundheitsförderung und Aktive Mobilität" des FGÖ.

Die beispielhaft beschriebenen Aktivitäten und Methoden sollen den Betrieben Ideen zur Förderung Aktiver Mobilität aufzeigen und sind thematisch gruppiert. 

Status-Check

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Eine Mitarbeiter:innenbefragung kann dazu dienen, den Mitarbeitenden Raum für Ideen, Wünsche aber auch Kritik rund um das Unternehmen zu geben. Im Rahmen einer Mobilitätserhebung kann dabei das aktuelle Mobilitätsverhalten (genaue Strecke, genutztes Verkehrsmittel, Häufigkeit und Dauer der Wege) für den Arbeitsweg erfasst werden, zusammen mit dem Kenntnisstand bzgl. vorhandener Maßnahmen des Unternehmens im Bereich BGF und BMM und der positiven Wirkung aktiver Mobilität (Zufußgehen und Radfahren). Die Erhebung kann online oder schriftlich erfolgen. Bei der Wahl des Zeitpunkts ist darauf zu achten, dass möglichst viele Mitarbeitende erreicht werden (außerhalb der Urlaubszeiten) und eine Jahreszeit gewählt wird, in dem die Wahrscheinlichkeit höher ist, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommen (Frühjahr oder Herbst). Durch die Gewährleistung der  Anonymität können die Arbeitnehmer:innen auch zu kritischere Aussagen angeregt  und weniger kommunikationsfreudige Personen motiviert werden, sich einzubringen. Eine Mobilitätsbefragung dient in erster Linie als Ausgangsbasis für ein faktenbasiertes BMM.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Eine Bedarfserhebung dient dazu, vorab einen Überblick über vorhandene, genutzte und darüber hinaus benötigte Ressourcen (z.B. Unterstützung, Infrastruktur, Zeit, Geld) im Bereich BMM/BGF zu erhalten. Dabei können unterschiedliche Aspekte addressiert werden wie z.B. das aktuelle Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden und deren Zufriedenheit mit der betrieblichen Mobilitätsinfrastruktur, die Parkplatz/ Radstellplatzauslastung am Unternehmensstandort, vorhandene Angebote im Bereich BMM/BGF, vorhandenen Firmenstrukturen sowie Defizite im Bereich BMM/BGF. Die Bedarfserhebung kann über einen standardisierten Fragebogen (online oder persönlich), Interviews, Workshops oder mittels Desk Research erfolgen. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Grätzlbegehungen haben zum Ziel, die nähere Umgebung des Unternehmensstandortes bezüglich seiner Eignung für aktive Mobilitätsformen (am besten anhand vorher definierter Kriterien und mit Hilfe von Expertinnen und Experten) zu beurteilen. Die Ergebnisse dieser Standortanalysen können anschließend  in einem Umgebungsplan dargestellt werden und im Rahmen von persönlichen Mobilitätsberatungen oder auf der Serviceseite im Intranet verwendet werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Ziel einer Potenzialanalyse ist, auf Basis der Vorab-Mobilitätserhebung das Umstiegspotenzial auf aktive Verkehrsmittel (Anteil bzw. Anzahl Mitarbeitende in verschiedenen Abteilungen) abzuschätzen und die jeweiligen Auswirkungen auf unternehmerische Kennzahlen (z.B. im Bereich Krankenstände, Kosten etc.) zu prognostizieren. Der Radrechner von klimaaktiv ist ein einfaches online Tool, um  das Einsparpotenzial durch mehr aktive Mobilität im Betrieb abzuschätzen. Ebenso kann das online Tool der CFE-Zertifizierung Unternehmen dabei unterstützen, aktuell fehlende, aber für die Zertifizierung benötigte, Maßnahmen zu identifizieren.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Ideen & Erfahrungen sammeln

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Die Reflexion der (Vorab-)Befragung dient dazu, vorhandene Ergebnisse oder Vorschläge gemeinsam mit einer Gruppe von Beteiligten zu diskutieren. Dies kann mittels eines Workshops mit Mitarbeitenden oder mit Einzelinterviews umgesetzt werden. Ziel ist es, die Ergebnisse der (Mobilitäts-)Befragung und verschiedenen Maßnahmen- und Aktivitätenvorschläge der Mitarbeitenden gemeinsam zu diskutieren, zu priorisieren und daraus die nächsten Schritte abzuleiten.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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In einem Co-Creation Workshop werden Ideen gesammelt und gemeinsam Entscheidungen getroffen, wodurch sich Mitarbeitende und Stakeholder nicht nur allgemein einbringen, sondern aktiv an der Entscheidungsfindung beteiligen können. Es lohnt sich, möglichst viele Fachbereiche wie z.B. Infrastruktur, Facility Management, Kommunikation, Personalmanagement, Organisationsentwicklung, BGF, Betriebsrat einzubeziehen. Solche Workshops können sowohl online als auch in Präsenz stattfinden. Präsenzveranstaltungen sind besser geeignet, eine kreative Community herauszubilden, die das Projekt trägt und ggf. multipliziert. Andererseits ermöglichen Online-Workshops eine freie Ortseinteilung, was besonders Teilzeitbeschäftigten und Personen mit einem dichten Terminkalender zugute kommt.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Projektteam, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Neben der Bedarfserhebung macht zu Beginn eines BMM/BGF-Prozesses auch eine Erhebung und Analyse von Good Practices anderer Unternehmen (auch international) Sinn. Die Beispiele können mittels systematischer Recherche erarbeitet und tabellarisch gesammelt werden. Oftmals geben diese bereits einen guten Überblick über wichtige Fakten und Argumente für aktive Mobilität, die als Basis in der internen und externen Kommunikation verwendet werden können. Hilfreiche Überblickswerke sind die Projektdatenbanken des FGÖ sowie die Broschüre "Aktive Mobilität – gesund unterwegs! Beispiele aus der Praxis für Betriebe“.
Aus der Sammlung von Good-Practice-Maßnahmen kann in weiterer Folge eine Vorauswahl möglicher Maßnahmen erstellt, mit der Unternehmensführung diskutiert und anschließend in die Befragung der Mitarbeitenden aufgenommen werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Es ist sinnvoll, Mitarbeitende bei der Entwicklung möglicher BMM-/BGF-Maßnahmen einzubeziehen, um die Akzeptanz und Teilnahmebereitschaft zu erhöhen. Maßnahmenwünsche und Verbesserungsvorschläge können im Rahmen verschiedener analoger oder digitaler Formate eingeholt werden; die Optionen inkludieren z.B. eine physische Ideen-Box im Büro, separate Fragen (z.B. mittels freier Textfelder) als Teil der Mobilitätserhebung oder eine Ideenwerkstatt. Die gesammelten und kategorisierten Vorschläge können anschließend im Rahmen weiterer partizipativer Veranstaltungen (z.B. Workshops) tiefergehend diskutiert und prioritisiert werden. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Projektteam, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Strategieentwicklung

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Basierend auf den im Rahmen der Bestandsaufnahme definierten Zielgruppenbedürfnissen und der im Rahmen verschiedener kreativer Prozesse entwickelten Ideen für Mobilitäts-(Gesundheitsförderungs-)maßnahmen können Betriebe eine auf sie abgestimmte Mobilitätsstrategie entwickeln. Damit können sie die Maßnahmen zur Förderung aktiver Mobilität an ihre bestehenden Unternehmensleitziele und ihre Unternehmensstruktur (z.B. Größe, Standort, vorhandene Infrastruktur) anpassen. Im Rahmen dieses Prozesses werden idealerweise bereits die angestrebten KPI's (Key performance indicators) / Evaluationskriterien (in Abstimmung mit den Projektzielen) erarbeitet (und wenn nötig, im Laufe des Projektes adaptiert). Dies ermöglicht es, die Wirkung des Projektes im Laufe der Zeit zu evaluieren.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Das Gesundheitsmarketingkonzept dient als übergeordnete und projektbegleitende Strategie, die neben der Sichtbarmachung des Werts der Gesundheit (gefördert durch Maßnahmen des BGF) auch die positive Vermarktung aktiver Mobilität im Sinne der Bewusstseinsbildung zum Ziel hat. Neben der Gesamtstrategie können dabei Substrategien für verschiedene Themen entwickelt, erprobt und angepasst werden. Die Kommunikation begleitet, wenn möglich, aktuell umgesetzte Maßnahmen; je nach Maßnahme und Zielgruppe können dafür verschiedene Kommunikationskanäle verwendet werden. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Bewusstseinsbildende Maßnahmen

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Um die Mitarbeitenden und eventuell externe Personen (Kund:innen, Partner:innen etc.) über neue Entwicklungen im Bereich BMM/BGF zu informieren, werden in regelmäßigen Abständen Beiträge  (Texte, Infografiken, Videos, Plakate) zu geplanten oder bereits abgeschlossenen Aktivitäten verfasst und veröffentlicht. Diese können über verschiedene Medien (Print, Email, Firmen- oder Projektwebsite oder Social Media) verbreitet werden und die Kommunikation unterstützen. Beispiele sind Flyer, Newsletter, firmeninterne Magazine, Intranet-Einträge oder Social Media Posts. Mögliche Inhalte sind neben Infos zu Aktionen und neuen Entwicklungen auch allgemeine Informationen zu aktiver Mobilität, praktische Tipps für die Integration in den Arbeitsalltag und positive Stimmen aus der Führungsebene.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Mobile Fit-Check Busse des ASKÖ wurden entwickelt, um österreichweit verschiedenste Programme der bewegungsorientierten Gesundheitsförderung durchzuführen und dadurch zielgruppennah das Gesundheitsverständnis der Mitarbeitenden zu stärken. Dabei werden vor allem Wirbelsäulen-/ Rückenbeschwerden, Herz-Kreislauf-Belastungen sowie Stressoren als thematische Hauptschwerpunkte behandelt. Die möglichen Programmteile der bewegungsorientierten Gesundheitsförderung reichen von Gesundheitschecks (Wirbelsäulenscreening, Messen der Kraftverhältnisse, Muskelfunktionstests), Erstellung von Trainingsplänen und spezielle Rückenfitness-Trainings.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

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Um die Mitarbeitenden zu mehr Bewegung im Arbeitsalltag anzuregen, können Unternehmen vielseitige Informationen und praktische Tipps bereitstellen. Beispiele inkludieren: Bewegungsübungen im Büro, Ideen für mehr Aktivität im (Arbeits-)alltag (z.B. aktive letzte Meile, bewegte Pausen bzw. walking Meetings), als auch Informationen über Events und Aktivitäten, welche die Bewegung auch außerhalb des Arbeitsalltags födern (z.B. Stadtspaziergänge, Radtouren, Geocaching oder firmeninterne Lauftreffs). Dafür können je nach Verfügbarkeit verschiedene Medien, wie z.B. das Intranet, Newsletter oder eigene Schulungen genutzt werden. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Allgemeine oder personalisierte Informationen zur Fuß- und Rad-Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes sind nur ein Beispiel, um die Mitarbeitenden (besonders auch neue Mitarbeiter:innen im Rahmen des Onboardings) zu mehr Bewegung auf dem Weg in die Arbeit anzuregen. Beispiele inkludieren Betriebsumgebungspläne, Informationen zu sinnvollen Haltestellen zum früheren Aussteigen, schöne Geh-/Rad-Strecken entlang des Arbeitsweges oder Guides zu interessanten/schönen Rad- und Schleichwegen. Zusätzlich kann auch eine individuelle Streckenberatung durchgeführt werden. Dafür können je nach Verfügbarkeit verschiedene Medien, wie z.B. das Intranet, Newsletter oder eigene Schulungen genutzt werden. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Im Rahmen der verschiedenen Projektaktivitäten können Role Models identifiziert werden, die sich durch besonders starkes Engagement im Bereich aktive Mobilität (z.B. lange Radstrecken, Radfahren bei Wind und Wetter) oder durch eine besonders große Vorbildwirkung (z.B. Geschäftsführer:innen) auszeichnen. Diese Role Models können im Bereich der verschiedenen Kommunikationsaktivitäten (z.B. Videos, Newsletter, Plakate) vorgestellt und eingebunden werden. Zusätzlich können sie eingeladen werden, im Rahmen von regelmäßigen Meetings alle Themen der Nachhaltigkeit innerhalb eines Unternehmens zu diskutieren, aber auch um die Projektergebnisse und den -fortschritt zu evaluieren. Ihr  Input und Interesse an dem Thema aktive Mobilität kann die erfolgreiche, langfristige Einbindung von BMM und BGF in Unternehmensprozessen gewährleisten.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung, PRojektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Um Mitarbeitende für die Themen Mobilität, Gesundheit und Klimaschutz zu sensibilisieren und kontinuierlich zu motivieren, mehr Bewegung in ihren Alltag zu bringen, können externe Expert:innen hinzugezogen werden. Mögliche Formate enthalten gemeinsame Workshops (z.B. Co-Design-Workshops, digitales "Green Café" mit Diskussionsoptionen), größere Veranstaltungen (z.B. Mobilitätstage) oder persönliche Beratungsangebote. Die inhaltlichen Schwerpunkte wechseln idealerweise; Optionen reichen von der Ernährung über nachhaltigen Konsum bis hin zu Gesundheits- und Klimaschutzthemen. Dieser Prozess kann von betriebsinternen oder -externen Expert:innen aus den Bereichen Gesundheit, Arbeits- und Umweltschutz oder Mobilität begleitet werden. Die Einbeziehung von Expert:innen kann neber der Unterstützung der Mitarbeitenden auch die Kommunikation mit den Entscheidungstragenden und ihr Committent zum Projekt verbessern.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Der CarbonTracer ist ein Service der Universität Graz zur verlässlichen Berechnung und realistischen Abbildung der Treibhausgas-Emissionen pro Person aus dem Bereich Mobilität. CarbonTracer ist ein freies Service und kann von Organisationen, Institutionen aber auch von Einzelpersonen für Projekte jeglicher Art verwendet werden.

Das Service kann über eine REST-API in Ihrer eigenen Anwendung, oder aber auch z.B. in Excel über eine Plaintext-API integriert werden. Für einzelne Abfragen steht eine simple Web-Anwendung zur Verfügung.

Das Service kann Sie beispielsweise vor allem bei folgenden Punkten unterstützen:

  • Forecasting: Planung von (Dienst)reisen (Vergleich THG-Emissionen bzgl. Verkehrsmitteln)
  • Backcasting: THG-Emissionen vergangener (Dienst)reisen (Monitoring von THG-Emissionen)
  • Nowcasting: THG-Live Rechner (z.B. Overlay-App mit emissions-tracking während der Reise)
  • Commuting: Auswertung/Vergleich von „Pendelwegen“ für klimafreundlicheres Pendeln

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Die Fotogalerie „Fahrradmomente“ ist eine visuelle Sammlung besonderer Augenblicke rund ums Fahrradfahren. Mitarbeitende machen Fotos auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad und wollen die Lust das Radfahren machen. Die Galerie zeigt, wie umweltfreundliche Mobilität gelebt wird und fördern die Identifikation und Sichtbarkeit des Themas

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Eine digitale Austauschplattform ist ein interner Online-Raum, in dem Mitarbeitende Informationen zum Thema Aktive Mobilität (z.B. Radfahren im Winter) teilen, Ideen diskutieren und sich über Projekte, Erfolge oder Herausforderungen austauschen können. Sie kann in Form eines Intranets, Forums, Chats oder Blogs gestaltet sein. Ziel ist der Wissenstransfer und Community-Building. 

Blogposts sind kurze, regelmäßig erscheinende Beiträge, die auf der Plattform veröffentlicht werden, oft von Mitarbeitenden selbst. Sie dienen der Motivation können persönliche Einblicke, Tipps, Erfahrungsberichte oder Meinungen enthalten.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Das Klimapuzzle (oder auch Climate Fresk) ist ein interaktiver Workshop, der die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels spielerisch vermittelt. Teilnehmende setzen gemeinsam ein Puzzle aus 42 Karten zusammen, das Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der Klimakrise darstellt. Die Methode basiert auf den Berichten des Weltklimarats (IPCC) und fördert aktives Lernen. Ziel ist es, komplexe Klimazusammenhänge verständlich zu machen und zum Nachdenken anzuregen. Der Workshop stärkt das Bewusstsein für Klimaschutz und motiviert zu konkretem Handeln – sowohl privat als auch beruflich. Er wird weltweit in Unternehmen, Schulen und Organisationen eingesetzt, oft als Teil von Nachhaltigkeitsstrategien oder Teambuilding. Die Atmosphäre ist kooperativ, kreativ und lösungsorientiert. Mehr Infos auf www.climatefresk.org

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Die Integration von Mobilitätsthemen in Onboardingmaterialien und -prozesse ist eine wirkungsvolle Maßnahme, um neue Mitarbeitende frühzeitig für nachhaltige, gesunde und praktische Mobilitätsangebote im Unternehmen zu sensibilisieren und zu begeistern. 

Neue Mitarbeitende erfahren direkt, wie sie umweltfreundlich und bequem zur Arbeit kommen, welche Angebote das Unternehmen bietet (z.B. Jobrad, Zuschüsse zum Klimaticket, Mitfahrbörsen, Mobilitätsaktionen, Beratung, Workshops). Nachhaltige Mobilität wird so auch als Teil der Unternehmenskultur sichtbar.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Aktivierende Maßnahmen

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Im Rahmen dieser Maßnahme erfolgt ein Aufruf an die Mitarbeitenden, ihre Radrouten zur Arbeit einzureichen. Dabei kann der Fokus beispielsweise auch auf besonders schöne, sichere, verkehrsarme oder schnelle Routen gelegt werden. Im Anschluss werden alle eingereichten Routen auf unterschiedlichen thematischen Radwegenetzplänen zusammengefasst und im Betrieb ausgestellt oder digital versandt. Idealerweise wird für die Mitarbeitenden ein Anreiz zur Einreichung geschaffen, beispielsweise in Form einer Verlosung oder anderen Incentives.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Die Home Challenge hat zum Ziel, Mitarbeitende trotz Arbeit im Home Office zu mehr Bewegung zu animieren. Eine gemeinsame Kommunikationsplattform ermöglicht den Austausch zwischen den Mitarbeitenden und kann gleichzeitig zur gegenseitigen Motivation genutzt werden. Über die Laufzeit der Challenge hinweg können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden, wie z.B. Fitnessaktivitäten für Arbeitspausen, Routenvorschläge für Radfahrten oder Spaziergänge und Wanderungen. Die Teilnehmer:innen werden animiert, ihre Unternehmungen und Ideen rund um Bewegung durch das Posten von Fotos, Links zu Rad- und Wandertouren sowie Videos und Audionachrichten mit der Community zu teilen. Preise/Verlosungen können die Motivation steigern, regelmäßig an der Challenge teilzunehmen.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Die gemeinsame Teilnahme an Sportevents kann zum einen das Geminschaftsgefühl und die Identifikation mit dem Unternehmen unterstützen, aber auch dazu beitragen, das Thema aktive Mobilität und Gesundheit auf niederschwellige Art in den Vordergrund zu rücken. Beispiele für solche Events inkludieren  z.B. Österreich radelt oder Ummadum. Wenn möglich, können die Teilnahmegebühren als zusätzlicher Anreiz seitens des Unternehmens getragen werden. Für unternehmensinterne Challenges (z.B. Sammlung von Schritten in einem bestimmten Aktionszeitraum) können außerdem Preise oder Goodies vergeben werden. Die Wettbewerbssituation zwischen den Teams  ist für viele ein zusätzlicher Anreiz.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Projektteam, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Wenn sich Unternehmen für die Anschaffung von Dienstfahrrädern (für die rein betriebliche und/oder auch private Nutzung) oder anderer Verkehrsmittel (z.B. Scooter) entscheiden, kann es hilfreich sein, diese im Rahmen eines speziellen Testages vorzustellen. Ziel ist es, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, sowie die Mitarbeitenden über die Nutzungsoptionen zu informieren, um dadurch die Bereitschaft zur Nutzung zu erhöhen. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe:  Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Mitmach-Aktionen sowie mobilitätsspezifische Workshops oder Thementage können dazu beitragen, das Bewusstsein und Wissen unter den Mitarbeitenden für aktive Mobilität und deren Einfluss auf Gesundheit und Klimaschutz zu erhöhen. Dabei kommen je nach Firmengröße, Standort und Branche verschiedene Formate infrage, wie z.B. die Durchführung eines Mobilitätstages, die Teilnahme an der europäischen Mobilitätswoche mit Vorträgen zum Thema, Infoveranstaltungen, Testtage für E-Bikes, autofreie Tage etc. Aktionen wie das Mobilitätsfrühstück oder Teamausflüge (z.B. zum Kennenlernen der Gehwege in der Nähe des Betriebsstandortes) können neben der Sensibilisierung auch das Gemeinschaftsgefühl steigern und dadurch positivere Einstellungen zu aktiver Mobilität erzeugen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Ein weiterer Baustein eines umfassenden BMM/BGF ist die Vermittlung von Kernkompetenzen im Bereich aktive Mobilität. Mögliche Aktivitäten inkludieren die Organisation von Rad-Workshops oder Kursen zur sicheren Fortbewegung im Stadtverkehr, sowie Workshops zur Reparatur des eigenen Fahrrads. Dadurch kann das Sicherheits-empfinden am Arbeitsweg gesteigert und psychische sowie physische Barrieren gegenüber der aktiven Mobilität abgebaut werden. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Unternehmen können Mitarbeitende dazu motivieren, Radgemeinschaften zu bilden, ggf. auch über verschiedene Unternehmen am gleichen Bürostandort hinweg. Diese sollen Personen unterstützen, die unsicher sind, selbst mit dem Rad in die Arbeit zu fahren, indem der Arbeitsweg gemeinsam (mit dem Rad) absolviert wird. Der Sicherheitsaspekt ist beim Fahrradfahren in die Arbeit bei vielen Personen (oftmals weniger geübte, weibliche Beschäftigte) ein großes Thema, weswegen die gemeinsame Fahrt zur Arbeit dazu dienen kann, neue und sicherere Wege kennenzulernen oder das eigene Sicherheitsempfinden zu erhöhen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Um Ihre Mitarbeitenden zu mehr Aktivität in der Freizeit zu motivieren, können Unternehmen regelmäßige Events, wie zum Beispiel Radtouren, wöchentliches Rennradfahren, Mountainbiketouren oder mehrtägige Radwandtertage organisieren. Neben der sportlichen Komponente schaffen solche Events auch die Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen in lockerer Atmosphäre kennenzulernen und so das Gemeinschaftsgefühl unter den Mitarbeitenden zu stärken. Ggf. können Unternehmen finanzielle Unterstützungen für die Teilnehmenden zusichern, um vor allem zu Beginn die Teilnahmehürden zu reduzieren und positive Anreize zu setzen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Ein Mitarbeiter-Spotlight ist eine gezielte Vorstellung einzelner Mitarbeitender, die aktiv mobil sind. Inregelmäßigen Abständen werden diese zum Beispiel durch kurze Interviews, Kurzportraits in Newslettern oder Videoshervorgehoben und geben Tipps für den Alltag.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Fahrradbuddies sind Kolleginnen und Kollegen, die sich im Unternehmen zusammenschließen, um gemeinsam mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Sie bilden kleine Gruppen oder Tandems, die sich gegenseitig motivieren, unterstützen und regelmäßig gemeinsam radeln. So finden neue Mitarbeitende leichter den besten Radweg zur Arbeit und gemeinsames Radeln fördert den Teamgeist und macht den Arbeitsweg aktiver und sozialer. Eine interne Plattform zur Buddy-Vernetzung kann helfen.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Anreizorientierte Maßnahmen

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Das Active2Work-Arbeitszeitmodell hat zum Ziel, aktive Mobilität auf Arbeitswegen zu fördern, indem es einen Teil der Mobilitätszeit zur Arbeitszeit zählt, sofern der Arbeitsweg  mit dem Rad, zu Fuß oder anders aktiv zurückgelegt wird. Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass aktiv pendelnde Mitarbeitende im Schnitt seltener krank sind und wissenschaftliche Studien auch einen positiven Einfluss von Bewegung auf die Konzentration und Produktitivität von Mitarbeitenden aufzeigen konnten. Die genaue Ausgestaltung des Modells sollte an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Arbeitssituationen der Beschäftigten angepasst werden (Außendienst, Innendienst, Homeoffice, Vollzeit, Teilzeit etc.) und erfordert daher vorab eine Abstimmung zu den geltenden Rahmenbedingungen. Idealerweise erfolgt nach geraumer Zeit eine Reflexion des gewählten Zeitmodells mit Mitarbeitenden und der Geschäftsführung.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: hoch

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Verschiedene Unternehmen nutzen diverse Formen der Anerkennung, um Mitarbeitende zu mehr aktiver Mobilität zu bewegen. Mögliche Formen sind z.B. die Nennung der Personen, die regelmäßig mit dem Fahrrad in die Arbeit kommen, in der Firmenzeitung oder im Newsletter. Außerdem können für besonders aktive Mitarbeitende auch Preise oder Zertifikate vergeben werden. Um den Gemeinschaftssinn unter den Radler:innen zu stärken und diese ggf. auch zu vernetzen, könnten regelmäßig stattfindende Events vertanstaltet werden, z.B. ein kostenloses Mobilitätsfrühstück oder -Mittagessen für alle Mitarbeitenden, die überwiegend aktiv zur Arbeit kommen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Finanzielle Anreize sind eine weitere Möglichkeit, aktive Mobilität oder die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel auf Arbeitswegen zu fördern. Dabei kommen verschiedene Modelle infrage: Unternehmen können beispielsweise direkte Vergütungen für die regelmäßige Fahrradnutzung verteilen. Dazu werden kilometer- oder tagesbasiert sogenannte Meilen oder Punkte gesammelt, die entweder gegen Gutscheine eingetauscht oder direkt vergütet werden können. Für die direkte Vergütung können die Fahrradfahrten mittels Zeitstempelterminal erfasst und dann entsprechend mit dem Gehalt ausbezahlt werden. Weiters kann auch die Ummadum-App das Radfahren incentivieren, indem fürs Radfahren Punkte gesammelt werden, die gegen Gutscheine eingetauscht werden können. Das System finanziert sich über entsprechende Beiträge der teilnehmenden Unternehmen. Eine weitere Möglichkeit ist die finanzielle Förderung der ÖV-Nutzung durch ein Gratis-Jobticket für den öffentlichen Verkehr. Dieses kann auch als Schnupperticket, z.B. bei Dienstantritt erteilt werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Neben finanziellen Anreizen können Unternehmen auch andere materielle Anreize für die Nutzung aktiver, gesundheitsfördernder Verkehrsmittel schaffen. Eine Möglichkeit ist es, das für den (Fahrrad-)Arbeitsweg benötigte Equipment (z.B. Pulsuhren, Handyhalterungen, Helm) oder entsprechende (Funktions-)Bekleidung zu fördern oder gratis bereitzustellen. Die Förderung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen: z.B. mittels Gutscheinen oder Vergünstigungen bei Geschäften, Rückerstattungen oder direkter Kostenübernahme bzw. Einkauf in größeren Mengen über das Unternehmen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Um Mitarbeitende zu motivieren, kurze Dienstreisen künftig mit dem Fahrrad durchzuführen, kann ein dementsprechender finanzieller Anreiz analog dem Kilometergeld eingeführt werden. Um dies firmenintern abrechnen zu können, ist oftmals eine Vereinbarung mit der Personalabteilung/Personalverrechnung nötig, die dann die entsprechenden Formulare anpasst und die Abrechnung ermöglicht.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Sport- und Bewegungsangebote sind eine vor allem bei Mitarbeitenden sehr beliebte Maßnahme zur Förderung von Aktivität im Arbeitsalltag. Die Bandbreite möglicher Angebote ist groß und reicht von Yoga, Pilates über Krafttraining hin zu Laufgruppen oder Bootcamps. Sie können an speziellen Aktivtagen oder als regelmäßiges Event am Firmenstandort angeboten werden. Durch diese Maßnahme sollen Mitarbeitenden die positiven Effekte von Sport auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden erfahren. Ob die aktiv verbrachte Zeit als Teil der Arbeitszeit gezählt wird und ob die Angebote kostenfrei sind, muss vom Unternehmen individuell entschieden werden. 

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

Infrastrukturelle Maßnahmen

Text

Um dem Thema aktive Mobilität zur Arbeit mehr Gewicht zu geben, sollte eine hohe Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Radabstellflächen gewährleistet bzw. wo nötig neu geschaffen werden. Als Faustregel wird 1 Fahrradplatz pro 5 Mitarbeitende empfohlen. Ideal sind dabei überdachte, beleuchtete, fahrradfreundliche (Anlehnbügel statt "Felgenkiller") und diebstahlgesicherte Abstellplätze, idealerweise mit Lademöglichkeiten für E-Bikes und ggf. auch ausreichend Platz für Fahrräder mit Kinderanhänger. Falls diese Abstellplätze in einer Tiefgarage installiert werden, sollte eine Rampe als Zugang vorhanden sein, um die Nutzung von Treppen oder Aufzügen zu vermeiden. Idealerweise befinden sich die Fahrradabstellanlagen direkt am Eingang oder zumindest näher als die Parkplätze, die das Unternehmen anbietet, um einen weiteren (zeitlichen) Anreiz fürs Radfahren zu schaffen. Darüber hinaus sollte auch der fahrradfreundliche Zugang zum Betriebsgelände mitbedacht werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: hoch

Text

Die Bereitstellung von Sharing-Fahrzeugen (v.a. elektrische) erfreut sich bei Unternehmen zunehmender Beliebtheit. Sie können damit deutliche Kosteneinsparungen erzielen und ihren Mitarbeitenden Anreize für die Nutzung geteilter (E-)Fahrzeuge bieten, sowohl in Bezug auf Autos als auch auf Fahrräder. Den Mitarbeitenden kann damit oft eine große Auswahl an Fahrradmodellen (normale Fahrräder, E-Bikes, Lastenräder oder andere) oder Pkw (Kleintransporter, E-Pkw) zur Verfügung gestellt werden. Diese können dann je nach Modell zur dienstlichen oder auch privaten Nutzung ausgeliehen werden. Ein großer Vorteil für die Mitarbeiter:innen ist die Reduktion der Sachbezugskosten. Die Reservierung kann mittels firmeninterner App oder analogen Systemen für private und dienstliche Erledigungen (z.B. in der Pause) erfolgen. Alternativ können die Leirhräder auch am Bahnhof platziert werden, um die "letzte Meile" vom Bahnhof zum Firmenstandort zu vereinfachen und aktiver zu gestalten.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

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Mit dem „Job-Rad“ unterstützen Betriebe ihre Mitarbeitenden, private und berufliche Wege vermehrt gesund und umweltfreundlich zurückzulegen. Das Unternehmen stellt dazu interessierten Mitarbeitenden ein alltagstaugliches „Dienstfahrrad“ zur Verfügung, das sowohl dienstlich als auch privat genutzt werden kann. Im Gegenzug verpflichtet sich der/die Mitarbeiter:in, das Fahrrad nach Möglichkeit oft auch für den Weg zur Arbeit und für dienstliche Wege einzusetzen. Dafür können durch den Betrieb attraktive Förderungen in Anspruch genommen werden (z. B. klimaaktiv), der/die Mitarbeiter:in zahlt den Restbetrag in Form einer monatlichen „Nutzungsgebühr“ in 48 Monatsraten ab. Dabei kann der Betrieb bei normalen Fahrrädern auch den Vorsteuerabzug geltend machen (20 %). Nach vier Jahren erwerben die Mitarbeiter:innen die Fahrräder um einen symbolischen Euro vom Betrieb.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: hoch

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Eine weitere Maßnahme zur Unterstützung des Radfahrens ist die Bereitstellung von Reparaturmöglichkeiten. Dies kann über Infrastruktur im Betrieb (z.B. Werkstatt oder Fahrradreparaturboxen mit Pressluft, Werkzeug, Flickzeug), Gratis-Fahrradservices an bestimmten Aktionstagen (z.B. im Frühling zu Beginn der Radsaison) oder über Verträge mit Fahrradgeschäften erfolgen. Langfristige und permanente „Rituale“ wie ein Gratis-Radservice einmal pro Jahr gewährleisten anhaltend die Fahrradfreundlichkeit des Betriebes.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: mittel

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Vor allem im Sommer und für Mitarbeitende mit längeren Arbeitswegen können Duschen und Umkleideräume mit Spinden einen zusätzlichen Anreiz darstellen, öfter mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen oder in der Mittagspause eine Runde zu laufen. Wenn möglich, können begleitend auch Handtücher oder ein Trockenraum zum Aufhängen nasser Kleidung bereitgestellt werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: hoch

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: hoch

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Die Einschränkung verfügbarer Parkplätze am Firmenstandort kann zur Steuerung bzw. Reduktion der Pkw-Fahrten führen. Bisherige Parkplatzflächen können entweder zu Abstellflächen oder Grünflächen umggestaltet werden. Die verbleibenden Parkplätze können dann bevorzugt an Fahrgemeinschaften oder Mitarbeitende mit Mobilitätseinschränkungen oder langen/schwer öffentlich absolvierbaren Arbeitswegen vergeben werden. Um Mitarbeitende zu motivieren, ihre vorhandenen Parkplätze abzugeben, könnte für fix zugewiesene Parkplätze eine monatliche Benützungsgebühr eingehoben werden, die wiederum zweckgebunden zur Finanzierung von Rad- oder ÖV-Maßnahmen (Jobtickets) eingesetzt werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Werden anstelle von Dienstwagen Fahrräder oder E-Bikes für dienstliche und auch private Fahrten bereitgestellt, reduziert das zumeist auch die Kosten für den Fuhrpark. Darüber hinaus können auch andere Pkw-bezogene Vergünstigungen reduziert oder abgeschafft werden.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Organisatorische Maßnahmen

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Um BMM/BGF-Maßnahmen langfristig und erfolgreich im Unternehmen zu implementieren, ist es hilfreich, eine/n dezidierten Mobilitätsmanager:in dauerhaft zu bestellen. Alternativ oder zusätzlich dazu können Personalressourcen in den Unternehmensbereichen BGF, HR, Umweltmanagement oder Facility Management  dafür sorgen, dass dauerhaft fahrradfreundliche Maßnahmen angeboten und umgesetzt werden. Idealerweise wird auch die betriebsinterne Vernetzung der beteiligten Abteilungen angestrebt. Eine Akteur:innen-Landkarte kann ein hilfreiches Tool zur Planung eines betriebsinternen Mobilitätsteams sein. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand:  mittel

Text

Die Geschäftsführung sowie Abteilungsleiter:innen haben eine tragende Rolle bei jeglichen Projekten des BMM/BGF inne. Ihr Commitment kann Prozesse beschleunigen und auch das Interesse anderer Firmen wecken. Im Umkehrschluss kann fehlendes Commitment oder Interesse das Projekt bremsen und oft auch die Beteiligung der Mitarbeitenden reduzieren. Um dies zu verhindern und das Commitment zu stärken, sollten regelmäßig Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern geführt werden, um sie ausführlich über den Projektstatus und die Bedeutung von aktiver Mobilität zu informieren bzw. sie wo sinnvoll in Entscheidungsprozesse einzubinden. Dies ist vor allem in der Projektantrags- und -startphase wichtig. Außerdem können im Zuge dessen Rückmeldungen eingeholt werden, wie die BMM/BGF-Maßnahmen unter den Beschäftigten wahrgenommen werden. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Sofern erforderlich und im Betriebsablauf möglich, kann es förderlich für die umweltfreundliche Anreise sein, wenn die Arbeitszeiten der Mitarbeitenden auf die Fahrpläne der Öffentlichen Verkehrsmittel abgestimmt oder flexibler gestaltet werden. Analog dazu kann es hilfreich sein, den Start- und Endzeitpunkt von internen und externen Besprechungen auf den Fahrplan des ÖPNV abzustimmen. Je nach Arbeitsbereich können dabei unterschiedliche Lösungen zur Anwendung kommen. Im Schichtbetrieb wäre ggf. die Zeit aller Schichten anzupassen; bei Mitarbeitenden im Büro können Gleitzeitmodelle eine flexiblere Anpassung der Arbeitszeiten an Fahrpläne erleichtern. Dies ermöglicht Mitarbeitenden, den ÖV auch außerhalb der oft überfüllten Stoßzeiten zu nutzen und damit den Komfort der Anreise zu steigern.
 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass viele Arbeiten sehr gut im Home Office erledigt werden können und dies den Bedarf an autobasierten Arbeitswegen reduziert. Durch die geringere wöchentliche Pendelzeit steigt möglicherweise auch die Bereitschaft, für einzelne Wege höhere Pendelzeiten durch aktive Mobilität oder Nutzung öffentlicher Verkehrsmitel in Kauf zu nehmen, wenn dies durch andere Pull-Maßnahmen unterstützt wird. Für die Umsetzung sind zumeist folgende Schritte erforderlich: 1) Beschlussfassung mit Geschäftsführung, Personalabteilung und Betriebsrat; 2) Erstellung einer vertraglichen Home-Office Vereinbarung; 3) Interne Kommunikation an die Mitarbeitenden und ggf. Klären offener Fragen. Noch vor Einführung der Betriebsvereinbarung ist es wichtig, Rückmeldungen der Mitarbeitenden zu sammeln, um die Vereinbarung bestmöglich an deren Bedürfnisse anzupassen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Ein Walking Meeting ist eine Besprechung, die nicht online oder in einem Raum abgehalten wird, sondern während eines Spaziergangs stattfindet – drinnen oder draußen. Statt am Tisch zu sitzen, gehen die Teilnehmenden gemeinsam und besprechen Themen im Gehen. Weniger Sitzen und mehr Bewegung ist gut für Körper und Geist. Gemeinsames Gehen schafft Nähe und stärkt das Miteinander. Die Bewegung seigert die Konzentration und Denkfähigkeit, sodass oft die Effizienz gesteigert wird. Walking Meetings eignen sich besonders gut für kürzere, fokussierte Meetings mit weniger Ablenkung und ist somit besonders für1:1-Gespräche, Brainstormings, Update-Sitzungen und Kreativ-Workshops geeignet.

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: niedrig

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: niedrig

Strategische Maßnahmen

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Die Integration von BMM und BGF in die Unternehmensprozesse unterstützt die Projektnachhaltigkeit und die Breitenwirksamkeit in den beteiligten Unternehmen und darüber hinaus. Eine Umsetzung von einzelnen Maßnahmen ohne strukturelle Verankerung wird nur kurzfristig Wirkung zeigen. Dafür sollten im Laufe des Projekts Kooperationen mit verschiedenen Firmenbereichen angestrebt werden, um die Schaffung oder Verbesserung von gesundheitsrelevanten Angeboten anzustoßen. Beispiele beinhalten die verantwortliche Stelle für Nachhaltigkeit, Verantwortliche für BMM/BGF, das Personalmanagement und den Arbeitsschutz. Auch die Einschaltung des Marketingbereichs kann zur Unterstützung der Projektaktivitäten förderlich sein. Institutionalisierte, firmenübergreifende Kooperationen am Unternehmensstandort (z.B. mittels einer zentralen Stelle für BMM/BGF) können einen weiteren Baustein der Integration darstellen.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: hoch

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Neben firmeninternen Strukturen kann es hilfreich sein, langfristige Kooperationen mit anderen Unternehmen und Organisationen (im Standortumfeld) aufzubauen, um dadurch die aktive Anreise zum Arbeitsplatz von Mitarbeitenden bestmöglich zu unterstützen. Inhalt einer solchen Kooperation kann bei einem gemeinsamen Standort z.B. die Umsetzung eines übergeordneten BMM/BGF/SDG–Konzepts sowie gemeinsame Maßnahmen (z.B. Shuttle-Busse oder Pool-Fahrräder) sein. Auch die Schaffung einer unternehmensübergreifenden Stelle als Mobilitätsbeauftragte:r sowie gemeinsame Schulungen oder Aktionen und Kommunikationsmaßnahmen können Teil dieser Kooperation sein. Zu beachten ist dabei, dass vor allem die Abstimmung mit den einzelnen Entscheidungsträger:innen aller Unternehmen durchaus ein langwieriger und ressourcenintensiver Prozess sein kann.

Alternativ oder ergänzend kann auch eine Peer-to-Peer-Vernetzung auf Umsetzungsebene stattfinden. Diesedienst den Mitarbeitenden als Erfahrungsaustausch und Good-practice-Austausch. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung

Zielgruppe: Leitung, Projektteam, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Unternehmen, die den Radverkehr im Betrieb fördern, eine innerbetriebliche Radfahrkultur aufbauen und dauerhaft fahrradfreundliche Maßnahmen umsetzen, wird im Rahmen dieser Zertifizierung von "Cycle Friendly Employers" (CFE) eine Plattform geboten. Fahrradfreundliche Betriebe leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, haben weniger Krankheits- und Infrastrukturkosten und geringere Verkehrsbelastungen. Mindestvoraussetzungen für die Zertifizierung sind ein:e betriebliche:r Mobilitätskoordinator:in und qualitätsvolle Fahrradabstellanlagen. Weitere Maßnahmen betreffen etwa Anreizsysteme, Anschaffung von Dienstfahrrädern, Reparaturmöglichkeiten etc.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

 

Weiterfüherende InformationenCFE - Cycle Friendly Employer Certification

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Das BGF-Gütesiegel prämiert die Leistung für ein erfolgreich abgeschlossenes BGF-Projekt. Betriebliche Gesundheitsförderung zielt auf die Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität der Beschäftigten ab. Damit steigern sich die Arbeitszufriedenheit und Produktivität, während die durchschnittliche jährliche Anzahl von Krankenstandstagen sinkt. Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen die einreichenden Unternehmen 15 Qualitätskriterien erfüllen, die durch ein unabhängiges Institut mit Expert:innen und Mitgliedern des Netzwerkes beurteilt werden. Im Falle eines positiven Prüfungsergebnisses erhält das Unternehmen das BGF-Gütesiegel für drei Jahre. Danach kann es neuerlich beantragt werden, wobei die Vergabe einer neuerlichen Prüfung unterliegt. Weitere Infos unter www.netzwerk-bgf.at

Fokus: Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: mittel

Text

Eines der beispielgebenden Unternehmen hat seinen Betriebsstandort von einem schwer erreichbaren Industriegebiet in die Nähe eines gut erreichbaren Bahnhofes verlegt. Begleitend zu diesem größeren Standortwechsel wurden zahlreiche anreizorientierte und infrastrukturelle Maßnahmen umgesetzt, damit die Beschäftigten mit dem Umzug auch möglichst ihr Mobilitätsverhalten in Richtung nachhaltige und aktive Verkehrsmittel ändern.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Projektteam, Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: hoch

Personalaufwand: hoch

Finanzieller Aufwand: hoch

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Eine besondere strategische Maßnahme umfasst die sukzessive Umstellung der betrieblichen Logistik. Dazu können z.B. Lastenräder statt Autos etc. für betriebsinterne Logistikprozesse eingesetzt werden. Auch für die Lieferung an Kunde:innen können umweltfreundlichere/aktive Verkehrsmittel zum Einsatz kommen. Je nach Branche, Standort und Art der verkauften Güter ist auch da der Einsatz von Lastenrädern (elektrische Modelle, mit größerer Ladefläche) denkbar, vor allem in Städten oder dicht bebauten Gebieten. Allerdings setzt dies eine grundlegend andere Tourenplanung voraus, die auf die veränderte Reichweite von (E-)Fahrrädern und mitunter verlängerte Lieferzeiten abgestimmt ist.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement

Projektphase: Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende, externe Personen

Zeitlicher Vorlauf: hoch

Personalaufwand: hoch

Finanzieller Aufwand: hoch

Text

Um sicherzustellen, dass fahrradfreundliche sowie andere BMM-Maßnahmen nachhaltig implementiert und kommuniziert werden, ist es nötig, finanzielle Ressourcen für geplante Maßnahmen langfristig bereitzustellen. Idealerweise wird das BMM als eigener Bereich mit festem jährlichem Budget eingerichtet. In die Kostenplanung kann sowohl internes als auch externes Funding einbezogen werden. Außerdem können über die Kooperationen mit anderen Unternehmen am Firmenstandort Ressourcen gebündelt werden, was die Kosten für die einzelnen Unternehmen reduziert.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Mitarbeitende

Zeitlicher Vorlauf: hoch

Personalaufwand: niedrig

Finanzieller Aufwand: hoch

Evaluation

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Um die Teilnahme an den umgesetzten Maßnahmen und deren Erfolg zu evaluieren, ist es sinnvoll, eine quantitative Nachher-Erhebung durchzuführen. Klassischerweise addressiert diese die Beschäftigten der beteiligten Unternehmen mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens (zumeist online). Dieser wird idealerweise per Email verteilt um möglichst viele Mitarbeitende zu erreichen. Mögliche Themen enthalten: die Teilnahme an Aktivitäten und die entsprechende Bewertung; die Bewertung der umgesetzten Maßnahmen und der neuen Mobilitätssituation am Arbeitsplatz, das aktuelle Mobilitätsverhalten sowie Fragen zum persönlichen Wohlergehen/Stresslevel etc. Wichtig: idealerweise folgt im Anschluss an die Datenauswertung ein gemeinsamer Termin mit beteiligten Abteilungen und der Geschäftsführung zur Reflexion der Ergebnisse.

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

Text

Ein:e interne:r oder externe:r Evaluator:in hat den Vorteil, eine unabhängige Bewertung des Projektverlaufs und der Projektergebnisse zu gewährleisteten. Das Evaluationskonzept kann sich sowohl auf die Prozessevaluation und/oder die Wirkungsevaluation beziehen. Die zentralen übergeordneten Fragestellungen lauten dazu:
• Prozessevaluation: Wie effektiv und effizient arbeitete das Projektteam an der Erreichung der Projektziele?
• Wirkungsevaluation: Welche Wirkungen hat das Projekt im Zusammenhang mit den Projektzielen erreicht? Wie zufrieden waren die Mitarbeitenden mit den angebotenen Aktivitäten?
Je nach gewähltem Fokus sind verschiedene Evaluationskriterien/Indikatoren heranzuziehen, die, wo möglich, mittels eines Vorher-Nachher-Vergleichs bewertet werden. Es ist hilfreich, den Evaluationsprozess bereits am Projektstart, im Rahmen der Zielentwicklung zu konzipieren, um klare Projektziele zu haben und dadurch einen sinnvollen Vorher-Nachher-Vergleich zu ermöglichen. Als Evaluationsmethoden kommen u.A. die Projektdokumentation (z.B. Protokolle), quantitative Befragungen, Interviews und Gruppengespräche sowie (teilnehmende) Beobachtungen im Rahmen von Vor-Ort Besuchen in Frage. 

Fokus: Betriebliches Mobilitätsmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung

Projektphase: Projektstart, Projektumsetzung, Projektabschluss

Zielgruppe: Leitung, Projektteam

Zeitlicher Vorlauf: mittel

Personalaufwand: mittel

Finanzieller Aufwand: niedrig

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Mehr Informationen zur Initiative "Aktive Mobilität - Healthy Streets"

 Startseite Aktive Mobilität & Healthy StreetsWissen und ToolsProjekteVeranstaltungen

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