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40 Jahre Ottawa-Charta - Gesundheit weiter gedacht

Mit der Ottawa-Charta der WHO wurde 1986 ein internationaler Meilenstein der Gesundheitsförderung beschlossen. Sie hat das Verständnis von Gesundheit grundlegend erweitert und mit ihrem Setting- oder Lebensweltansatz deutlich gemacht, dass Gesundheit überall dort entsteht, wo Menschen leben und arbeiten.

Dieser Zugang bildet bis heute eine wesentliche fachliche Grundlage für die Arbeit des FGÖ. Die konsequente Ausrichtung an Lebenswelten, die Stärkung von Ressourcen und Beteiligung sowie das Ziel, gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu fördern, prägen Programme, Förderstrategien und fachliche Entwicklungen. Damit ist die Ottawa-Charta nicht nur ein historisches Referenzdokument, sondern ein handlungsleitender Rahmen für FGÖ.

2026 nimmt der FGÖ in seinen Aktivitäten Bezug zur Ottawa-Charta und zeigt auf, wie ihre Handlungsfelder in der Praxis gelebt werden.

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Logo 40 Jahre Ottawa Charta

Grafik: © World Health Organization 2019/GÖG

Die Ottawa-Charta aus verschiedenen Perspektiven
 

Korinna Schumann

Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK)

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Portraitfoto Gesundheitsministerin Korinna Schumann

 

 

 

Foto: Andy Wenzel

Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?

Die Ottawa-Charta war ein Wendepunkt unseres heutigen Verständnisses von Gesundheit. Sie macht deutlich, dass Gesundheit nicht nur im Gesundheitssystem entsteht, sondern im Alltag der Menschen. Faktoren wie Lebensweise, soziale Bedingungen und Umwelt spielen dabei eine zentrale Rolle. Genau dort setzt Gesundheitsförderung an.

Warum ist Gesundheitsförderung auch in Zukunft entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden?

Gesundheitsförderung ist unverzichtbar, weil sie hilft, Krankheiten vorzubeugen und die Lebensqualität zu verbessern. Angesichts der Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft und einer steigenden Anzahl chronischer Erkrankungen ist es besonders wichtig, frühzeitig anzusetzen und Menschen dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben.

 

Ulrike Königsberger-Ludwig

Staatssekretärin für Gesundheit
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK)

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Portrait Ulrike Königsberger-Ludwig

 



 

Foto: Sozialministerium/​Roland Ferrigato

Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?

Die Ottawa-Charta gilt als Meilenstein der Gesundheitsförderung und ist zugleich ein starkes politisches Signal für mehr soziale Gerechtigkeit. Sie steht für Prävention, Chancengleichheit, Mitbestimmung und gemeinsame Verantwortung und verdeutlicht vor allem, dass Gesundheit auch von den Lebensbedingungen abhängt. 

Warum ist Gesundheitsförderung auch in Zukunft entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden?

Aus gesundheitspolitischer Sicht ist Gesundheitsförderung entscheidend, weil sie Krankheiten vorbeugt, Kosten im Gesundheitssystem senkt und Chancengleichheit stärkt. Das solidarische Kassensystem sorgt dafür, dass alle Menschen – unabhängig vom Einkommen – gesunde Lebensbedingungen, Prävention und Unterstützung erhalten, was langfristig Gesundheit und Wohlbefinden sichert. 

 

Katharina Reich

Sektionschefin für Öffentliche Gesundheit und Gesundheitssystem und Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit im BMASGPK

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Portrait Katharina Reich


 


 

Foto: Katharina Reich/BMASGPK

Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?

Die Ottawa-Charta bietet uns im Bereich der öffentlichen Gesundheit eine zentrale Grundlage für Gesundheitsförderung und Prävention. Ihre Handlungsfelder und Strategien verdeutlichen bis heute, dass Gesundheitsförderung eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe ist und darauf abzielt, allen Menschen gleiche Chancen auf Gesundheit zu eröffnen.

Warum ist Gesundheitsförderung auch in Zukunft entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden?

Gesellschaften befinden sich im stetigen Wandel, der immer wieder neue gesundheitliche Herausforderungen mit sich bringt. Gesundheitsförderung spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie bildet eine unverzichtbare Säule eines zukunftsfähigen Gesundheitssystems, stärkt die Resilienz der Gesellschaft und schafft die Grundlage, diesen Entwicklungen erfolgreich zu begegnen.

 

Martina Rüscher, MBA MSc.

Landesrätin Vorarlberger Landesregierung
 

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Portraitfoto Martina Rüscher

 


 


Foto: Land Vorarlberg

Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?

Die Ottawa-Charta ist für mich ein klarer Wegweiser für eine moderne Gesundheitspolitik, die den Lebensalltag der Menschen im Blick hat – Grundlage für „Health in All Policies“ und Rückenwind für eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik – von der Schule bis zum Pflegeheim.

Warum ist Gesundheitsförderung auch in Zukunft entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden?

Gesundheitsförderung ist kein „Nice-to-have“, sondern eine Investition in die eigene und gemeinsame Zukunft. Prävention stärkt die bio-psycho-soziale Gesundheit, beugt Krankheiten vor und erhöht damit deutlich die eigene Lebensqualität. Gleichzeitig ist sie ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung des solidarischen Gesundheitssystems, so dass dieses auch für kommende Generationen nachhaltig finanzierbar bleibt. Eine Win-Win-Situation!

 

Peter Hacker

Amtsführender Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport

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Peter Hacker

 

 

 

Foto: © Lalo Jodlbauer
 

Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?

Die Ottawa-Charta ist das Leitdokument der modernen Gesundheitsförderung und damit auch zentrale Leitlinie für Wien: Sie verankert Gesundheitsförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, betont Chancengleichheit, Befähigung und Partizipation und fordert gesundheitsfördernde Lebenswelten. Damit hat sie die Grundlagen für ein modernes ganzheitliches Gesundheitssystem geschaffen. 

Warum ist Gesundheitsförderung auch in Zukunft entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden?

Gesundheitsfördernde Maßnahmen spielen eine zentrale Rolle: Sie reduzieren präventiv Krankheiten und Behandlungskosten, stärken Resilienz und Lebensqualität und entlasten damit unser Versorgungssystem. Entscheidend ist das auch für auch die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Wiener Bevölkerung. Gesundheitsförderung und Prävention sind die relevanten Strategien, um die gesunden Lebensjahre der Menschen zu erhöhen. Angesetzt werden muss in allen Lebensphasen – von der Gesunden Kindheit über die Gesunde Jugend bis zum Gesunden Älterwerden. 

 

Präsident DI Johannes PRESSL 

Österreichischer Gemeindebund

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Portraitfoto Johannes Pressl © Monihart

 

 

 

© Monihart

Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?

Die Gemeinden gestalten tag täglich gesunde Lebensbedingungen und Gesundheitsförderung vor Ort: Durch soziale Teilhabe, Bewegungsräume, nachhaltige Infrastruktur und chancengleichen Zugang zu verschiedenen Angeboten. Im Sinne der Ottawa-Charta verstehen wir Gesundheit als umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden, wie wir es vor Ort gestalten und leben. Um die Lebensqualität in unseren Gemeinden zu steigern, Gesundheit und Wohlbefinden zu verbessern, werden wir auch in Zukunft intensiv auf Gesundheitsförderung vor Ort setzen – nicht zuletzt für unsere Bürgerinnen und Bürger.

 

In den kommenden Wochen veröffentlichen wir hier die Sichtweisen weiterer Kuratoriumsmitglieder – schauen Sie gerne wieder vorbei.

Logo zusammengesetzt aus dem GÖG-Logo und dem Logo der Ottawa Charta