40 Jahre Ottawa-Charta - Gesundheit weiter gedacht
Mit der Ottawa-Charta der WHO wurde 1986 ein internationaler Meilenstein der Gesundheitsförderung beschlossen. Sie hat das Verständnis von Gesundheit grundlegend erweitert und mit ihrem Setting- oder Lebensweltansatz deutlich gemacht, dass Gesundheit überall dort entsteht, wo Menschen leben und arbeiten.
Dieser Zugang bildet bis heute eine wesentliche fachliche Grundlage für die Arbeit des FGÖ. Die konsequente Ausrichtung an Lebenswelten, die Stärkung von Ressourcen und Beteiligung sowie das Ziel, gesundheitliche Chancengerechtigkeit zu fördern, prägen Programme, Förderstrategien und fachliche Entwicklungen. Damit ist die Ottawa-Charta nicht nur ein historisches Referenzdokument, sondern ein handlungsleitender Rahmen für FGÖ.
2026 nimmt der FGÖ in seinen Aktivitäten Bezug zur Ottawa-Charta und zeigt auf, wie ihre Handlungsfelder in der Praxis gelebt werden.
Die Ottawa-Charta aus verschiedenen Perspektiven

Korinna Schumann
Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Welche Bedeutung hat die Ottawa-Charta für Sie?
Die Ottawa-Charta war ein Wendepunkt unseres heutigen Verständnisses von Gesundheit. Sie macht deutlich, dass Gesundheit nicht nur im Gesundheitssystem entsteht, sondern im Alltag der Menschen. Faktoren wie Lebensweise, soziale Bedingungen und Umwelt spielen dabei eine zentrale Rolle. Genau dort setzt Gesundheitsförderung an.
Warum ist Gesundheitsförderung auch in Zukunft entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden?
Gesundheitsförderung ist unverzichtbar, weil sie hilft, Krankheiten vorzubeugen und die Lebensqualität zu verbessern. Angesichts der Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft und einer steigenden Anzahl chronischer Erkrankungen ist es besonders wichtig, frühzeitig anzusetzen und Menschen dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben.
In den kommenden Wochen veröffentlichen wir hier die Sichtweisen der Kuratoriumsmitglieder – schauen Sie gerne wieder vorbei.
Grafik: © World Health Organization 2019
