Kommunales Setting – Soziale Unterstützung, Teilhabe und Zusammenhalt in Nachbarschaften

Gesundheitsförderung in Kommunen (Wohnumfeld, Grätzel, Siedlung, Gemeinde, Stadt) kann zur Stärkung der sozialen Netzwerke beitragen. Studien zeigen, dass soziale Unterstützung und soziale Teilhabe maßgeblich die Gesundheit und sogar die Lebenserwartung beeinflusst, vergleichbar mit Faktoren wie Rauchen oder Bewegung. Die Lebensqualität im kommunalen Umfeld ist höher, wenn Bewohner/innen eine Bindung zum Wohnort verspüren, sich zugehörig und verantwortlich fühlen. Durch gemeinschaftliches Lernen (mit Peers, Vertreter/innen von Gesundheitsberufen, Angehörigen) und soziale Unterstützung kann die Gesundheitskompetenz gestärkt werden. Ein Anliegen der kommunalen Gesundheitsförderung ist auch die Sensibilisierung von Gemeinde-Verantwortlichen und Akteur/innen für die Bedürfnisse bestimmter, insbesonderer vulnerabler, Bewohner/innen-Gruppen. 

Förderschwerpunkte

  • Gesundheitsförderungsprojekte, die Erfahrungen aus FGÖ-Initiativen und -Pilotprojekten (z.B. auf Basis des Handbuchs "Aus Erfahrung lernen" der Initiative "Auf gesunde Nachbarschaft!") aufgreifen und die Umsetzung mittels strategischer und operativer Partnerschaften verfolgen, werden bevorzugt gefördert. 
  • Projekte für vulnerable Zielgruppen in besonderen Lebenslagen (z.B. Migrantinnen/Migranten mit niedrigem Einkommen bzw. Bildungsgrad) werden bevorzugt gefördert. Vor allem wenn in deren Konzepten Erfahrungen aus erfolgreich umgesetzten, vom FGÖ geförderten Pilotprojekten aufgegriffen und Partnerschaften zur Sicherung der Nachhaltigkeit eingegangen werden.
  • Kleinere Projekte zur sozialen Unterstützung und sozialen Teilhabe von Gemeinden, Stadtteilen und Städten, welche die thematische Schwerpunktsetzung von „Auf gesunde Nachbarschaft!“ aufgreifen, werden im Rahmen der Förderschiene „Gemeinsam gesund in…“ unterstützt.
  • Offene Projektförderung: Eine Förderung von Projekten zu weiteren relevanten Aspekten ist möglich.


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