FGÖ-Beiträge beim Europäischen Forum Alpbach 2019

Bei den diesjährigen Gesundheitsgesprächen im Rahmen des EFA, das unter dem Generalthema „Freiheit und Sicherheit“ stand, wurden zwei vom FGÖ geförderte Projekte vorgestellt: „Kräfte stärken - Trauma bewältigen - Niederschwellige Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche im Setting Schule“ und das Netzwerk „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“. 

Das Pilotprojekt "Kräfte stärken - Trauma bewältigen. Niederschwellige Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche im Setting Schule"

Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche im Setting Schule, die beispielsweise nach den Erfahrungen von Krieg und Flucht psychisch belastet sind. Aktuelle Studien zeigen, dass posttraumatische Belastungen bei geflüchteten Menschen 10x häufiger sind, als in der Durchschnittsbevölkerung. Traumafolgestörungen stellen gerade im Schulalltag ein massives Hindernis für Bildung und Integration dar. Schnelle und leicht zugängliche Unterstützung ist für die Betroffenen essentiell, um soziale Probleme und die Manifestation von psychischen Störungen zu verhindern.

Niederschwellige Ansätze zur Förderung der psychischen Gesundheit weisen laut internationalen Studien gute Erfolge bei der Stabilisierung und Ressourcenstärkung Betroffener auf.  In Österreich ist das evidenzbasierte Schulungsprogramm "Kräfte stärken - Trauma bewältigen - Niederschwellige Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche im Setting Schule" das erste dieser Art.

Mehr Informationen zum Projekt

Netzwerk „Gut leben mit Demenz in Klosterneuburg“

Das vom FGÖ geförderte Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen für Menschen mit Vergesslichkeit vor allem durch zivilgesellschaftlichen Dialog verbessern und der Stigmatisierung bzw. dem „Tabuthema Demenz“ entgegenzuwirken. Daher sind die Zielgruppen nicht nur Angehörige und Menschen mit dementieller Beeinträchtigung, sondern auch die Stadtgemeinde, die Bürger/innen Klosterneuburgs sowie Wirtschaftstreibende, Dienstleister, Vereine etc. Das Netzwerk besteht derzeit aus knapp 100 Personen aus 30 Organisationen und wurde im Auftrag der Stadt Klosterneuburg von der Caritas der Erzdiözese Wien/ Pflege NÖ initiiert. Von Anfang an war jedoch klar, dass das Netzwerk eine eigene Rechtspersönlichkeit und bleibende Struktur erhalten soll, weshalb inzwischen ein Verein gegründet wurde der das Netzwerk weiter unterstützen, fördern und weiterentwickeln wird und die Koordination übernimmt. Das Netzwerk soll aufzeigen, was jede/r im eigenen Umfeld tun kann und wie die Gesellschaft insgesamt positiv mit der „Erscheinung“ Demenz umzugehen lernen kann.

Podiumsdiskussion zum Thema „Health Literacy“ 

Dr. Peter Nowak nahm seitens der Gesundheit Österreich GmbH an einem Panel zum Thema „Health Literacy“ teil. Einen ausführlichen Bericht können Sie hier nachlesen.