Tagungsband

Seelische Gesundheit im Schulischen Setting

Beim Expert/innenworkshop, der im Dezember 2006 in Kooperation mit dem bm:ukk organisiert wurde, wurde ein Bereich der „Mental Health Promotion“ herausgegriffen: „Seelische Gesundheit im Setting Schule“. Ziel des Workshops war, einen Beitrag zum Transfer zwischen Forschung und Praxis zu leisten und den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Personen und Akteur/innen zu fördern, die sich für die „seelische Gesundheit“ der Kinder und Jugendlichen in den Schulen engagieren.

Seelische Gesundheit – Mental Health Promotion and Prevention Strategies in Austria

Der vorliegende Bericht soll einen Überblick über das Feld der „Mental Health Promotion“ (MHP) und „Mental Disorders Prevention“ (MDP) in Österreich geben und dokumentiert die Ergebnisse des ExpertInnenworkshops „Seelische Gesundheit – Mental Health Promotion and Prevention Strategies in Austria“. Dieser nationale Workshop wurde am 7. November 2005 im Rahmen des Projekts „EMIP - Implementation of Mental Health Promotion and Prevention Policies and Strategies in EU Member States and Applicant Countries“ in Wien veranstaltet.

Soziale Ungleichheit und Gesundheit

Einig waren sich die Expert/innen und Teilnehmer/innen, dass die Gründe für soziale Ungleichheit vielfältig und miteinander verflochten sind. Die Initiativen der Gesundheitsförderung müssen folglich umfassend greifen – von der Stärkung des Einzelnen, über die Stärkung der Gemeinschaft, bis hin zur Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen. Diese Herausforderung kann nicht alleine vom Gesundheitssektor bewältigt werden, sondern bedarf einer bereichsübergreifenden Gesamtstrategie aller maßgeblichen politischen Kräfte („Health in all policies“).

Vielfalt erleben – Diversität als Inspiration für die Gesundheitsförderung

Diversität ist ein Leitbegriff in der Gesundheitsförderung. Er beschreibt sowohl die Unterschiedlichkeit der Eigenschaften von Menschen als auch jene der Lebenswelten und Bedingungen, die uns Menschen zur Verfügung stehen. Die sechs zentralen Dimensionen sind Alter, Geschlecht, kulturelle Herkunft/Ethnie, Behinderung oder sexuelle Orientierung und Religion/Weltanschauung. Aber auch Dimensionen, wie z.B. Wohnort, Familienstand, Bildung, Einkommen und Vermögen spielen für die Gesundheitsförderung eine Rolle.

Von Flüchtlingen zu Nachbarn – Zusammenleben gesundheitsfördernd gestalten

Das Thema Flüchtlinge, Asyl und Migration beschäftigte seit über einem Jahr ganz Österreich in besonderem Maß. Es ist und war ein sensibles Thema in den Medien und beeinflusst die Diskussionen in der Politik aber auch die Lebenswelten der Bevölkerung. Vor allem Gemeinden sind betroffen, als unmittelbare Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger, die einerseits mit hohem Engagement und andererseits auch mit Sorge der aktuellen Entwicklung begegnen.

Was kann Gesundheitsförderung

An der 10. Österreichischen Gesundheitsförderungskonferenz mit dem Titel „Was kann Gesundheitsförderung? Evidenz in Theorie und Praxis“ Ende April 2008 in Graz nahmen über 380 Expert/innen teil – ein Besucher/innenrekord und Beleg für die große Bedeutung, die dem Thema auch in der Gesundheitsförderungsszene beigemessen wird. Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit wurden vorgestellt und Möglichkeiten für einen intensiveren Austausch zwischen Forschung, Praxis und Politik diskutiert.

Wie gesund ist Österreich?

So lautete das Thema der elften Gesundheitsförderungskonferenz des Fonds Gesundes Österreich im Mai 2009 in Innsbruck. Hochkarätige Vortragende erläuterten, was wir aus Erhebungen, Statistiken und Berichten über den Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten der Menschen in Österreich wissen. Vor allem ging es auch darum, welche Daten zu den sozialen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Gesundheit in Österreich vorliegen. Es wurde also auch die Frage gestellt: „Wie gesund macht Österreich?“.