Kommunale Projekte - "Gemeinsam gesund in..."

Inhaltsverzeichnis

Ziel der Förderschiene „Gemeinsam gesund in..“ ist die Initiierung und Förderung von Gesundheitsprojekten auf kommunaler Ebene. Das Leitthema, welches im Rahmen der Projektkonzeption und –umsetzung aufgegriffen werden muss lautet „Auf gesunde Nachbarschaft!“. Alle Projekte dieser Förderschiene müssen den Titel „Gemeinsam gesund in …“ führen (z.B. Gemeinsam gesund in MUSTERDORF).

Gemeinden, Städte oder andere kommunale Verwaltungsbehörden mit eigener Rechtspersönlichkeit sollen die Projekte selbst beantragen. Stadtteile oder Bezirke größerer Städte und ohne Rechtspersönlichkeit können in Kooperation mit regionalen Gesundheitsförderungseinrichtungen den Antrag stellen.

Das Antragsverfahren ist im Vergleich zu praxisorientierten Projekten vereinfacht und soll die Umsetzung kleinerer kommunaler Gesundheitsförderungsprojekte unterstützen.

Setting

Gemeinden, Städte und Stadtteile/Bezirke,

Projektart

Umsetzungsprojekte der Gesundheitsförderung und umfassenden Primärprävention

Inhaltlicher Fokus

Projekte in der Förderschiene „Gemeinsam gesund in …“ können sich an alle Einwohner/innen richten. Besonderes Augenmerk soll auf die soziale Einbindung und Unterstützung von Personengruppen gelegt werden, die weniger am sozialen Leben teilhaben oder hohen Belastungen ausgesetzt sind. Das sind beispielsweise neu zugezogene Personen, Menschen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, Eltern von Babies und Kleinkindern, Alleinerziehende, ältere Menschen, Migrant/innen, Personen mit wenig Einkommen, Menschen mit Behinderungen, Personen mit besonderen Betreuungspflichten, etc.

siehe Förderschwerpunkte der Programmlinie 3 "Kommunales Setting - Soziale Unterstützung, Teilhabe und Zusammenhalt in Nachbarschaften"

Projektdauer

12 bis 24 Monate - das geplante Vorhaben muss aus mehreren aufeinander abgestimmten Aktivitäten bestehen (beispielsweise Bedürfniserhebung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen, Abschlussveranstaltung, Verankerung erfolgreicher Aspekte)

Gesamtprojektkosten und Untergrenze für die Einreichung

Es können Projekte mit Gesamtprojektkosten in folgender Höhe zur Förderung eingereicht werden:

  • kommunale Settings bis 2.000 Einwohner/innen: € 5.000,- bis € 10.000,-
  • kommunale Settings bis 10.000 Einwohner/innen: € 7.500,- bis € 15.000,-
  • kommunale Settings über 10.000 Einwohner/innen: € 10.000,- bis € 20.000,-

Förderhöhe

50 Prozent der anerkannten Gesamtprojektkosten

Finanzierung

Die weiteren 50 % müssen von anderen Finanzierern und/oder der antragstellenden Organisation selbst übernommen werden. Bei Projekten "Gemeinsam gesund in..." kann der Eigenanteil des Projektträgers/der Projektträgerin  durch liquide Eigenmittel und/oder durch budgetwirksame Eigenleistungen eingebracht werden.

  • Im Rahmen der Fremdfinanzierung sind Geldleistungen anderer Fördergeber/innen und sonstiger Unterstützender sowie projektbezogene Finanzierungsquellen (wie z.B. Teilnahmebeiträge) möglich. Beiträge anderer Mitfinanzierer sind in jedem Fall schriftlich zu bestätigen. Liegen zum Einreichdatum noch keine Zusagen vor, können diese bei positiver Förderentscheidung binnen 6 Monate nachgereicht werden.
  • Als liquide Eigenmittel gelten Geldmittel, die unmittelbar für das Projekt zur Verfügung stehen und zur Deckung der projektbezogenen Ausgaben herangezogen werden (z.B. Personal). Diese Kosten sind vom FGÖ förderbar.
  • Als anerkennbare unbare Eigenleistungen werden z.B. die Benutzung von antragstellereigenen Räumlichkeiten sowie sonstigen Räumen, die sich im Besitz der Gemeinde, Stadt oder dem Bezirk befinden (u.a. Sporthalle, Gemeindsaal), akzeptiert. ACHTUNG: Kosten, die im Budget mit "Eigenleistung" ausgewiesen sind, werden seitens des FGÖ im Budget anerkannt, können im Rahmen der Abrechnung aber nicht gefördert werden.

Projektplanung

Zur Projektplanung stehen seitens FGÖ unterschiedliche Hilfestellungen zur Verfügung:

Förderantrag stellen

Informationen zum Ablauf von der Antragseinreichung bis zur Abrechnung finden Sie hier.

Weiterführende Informationen

Alle Gemeinden oder Städte, die bereits einmal ein Projekt in der Förderschiene kommunale Projekte - „Gemeinsam gesund in …“ eingereicht und eine FGÖ-Förderung erhalten haben, können neue oder weiterführende Projekte unter der Förderschiene „Praxisorientierte Projekte“ entsprechend den darin geltenden Bedingungen einreichen.

Zudem besteht die Möglichkeit einen neuerlichen Förderantrag in der Förderschiene „Gemeinsam gesund in …“ zu stellen. Voraussetzung dafür ist, dass

  • das Vorhaben eine (neue) Schwerpunktzielgruppe lt. FGÖ Rahmenarbeitsprogramm (Programmlinie: Kommunales Setting - Soziale Unterstützung, Teilhabe und Zusammenhalt in Nachbarschaften) aufgreift,

  • eine deutliche Neuausrichtung des Projekts erkennbar ist und

  • das vorhergehende Projekt abgeschlossen ist und der Bericht vom FGÖ genehmigt wurde.

Fördernehmer/innen, welche erstmalig ein Förderansuchen „Gemeinsam gesund in…“ einreichen, werden - bei gleicher Antragsqualität - in der Projektentscheidung des FGÖ gegenüber Organisationen, die bereits das zweite Mal ein Förderansuchen in dieser Förderschiene stellen, bevorzugt behandelt.

Ansprechperson

Anna Krappinger, MA

Gesundheitsreferentin für die Themenbereiche kommunale Gesundheitsförderung, Migration und Integration

+43 1 895 04 00-723
anna.krappinger@goeg.at