Visionen, Ziele und Begründung der Programmlinie "Lebensqualität und Chancengerechtigkeit von älteren Menschen"

Visionen

Die Gesundheitsförderung unterstützt insbesondere die aktive Teilhabe älterer Menschen am sozialen, kulturellen und politischen Leben in unterschiedlichen Settings und trägt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität und ihres Wohlbefindens bei. 

 

Ziele

  • Wissen über Einflussfaktoren und Interventionsmöglichkeiten zu Gesundheitsförderung und Chancengerechtigkeit bei älteren Menschen ist aufbereitet und wird durch Stakeholder und den FGÖ aufgegriffen.
  • Partnerschaften für die politikfeldübergreifende Umsetzung und Finanzierung sind gewonnen.
  • Bewährte Umsetzungsmaßnahmen (Good Practice) sind gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern in den relevanten Settings (z. B. kommunales Setting, Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens) verankert.


Begründung


„Ungeachtet ihres Alters und Leistungsvermögens, haben ältere Menschen das Recht auf ein würdevolles und sinnvolles Leben.“ (WHO 2015)

Ab 2040 wird über ein Drittel der Bevölkerung in Österreich über 60-jährig sein, der Anteil der „erwerbsfähigen Bevölkerungsgruppe“ (15 bis 60 Jahre) sinkt. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung um jährlich zwei bis drei Monate. In Österreich lag sie 2011 bei über 80 Jahren.

Trotz des hohen Lebensalters verlieren die Österreicher/innen jedoch durch Krankheit mehr als 20 Jahre lang an  Lebensqualität. Die ständig wachsende Zahl an chronisch kranken Menschen stellt eine der größten  Herausforderungen an das österreichische Gesundheitssystem dar. Die Kosten für sogenannte reaktive Ausgaben zur Wiederherstellung der Gesundheit (also die Kosten für die Kuration) sind vergleichsweise hoch, Ausgaben für Gesundheitsförderung und Prävention niedrig (Rechnungshof 2014; Antony et al. 2016). 

 

Die genannten Quellen finden Sie im Literaturverzeichnis