Gesundheitsfördernde Netzwerke

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In der Gesundheitsförderung haben Netzwerke einen zunehmend hohen Stellwert: Zum einen ist im Sinne des Empowerments die soziale Vernetzung zwischen Einzelpersonen - etwa die informellen Verbindungen und Kontakte sowie die Unterstützung, die durch Familienmitglieder, Freund/innen und Bekannte erfolgt - ein wesentlicher Schlüsselfaktor für Gesundheitsförderung. Hier zeigt sich bei mehreren Studien die positive Auswirkung von sozialer Eingebundenheit auf die Gesundheit. Zum anderen wird in der Gesundheitsförderung, abgesehen von dem salutogenetischen Potenzial gelingender individueller Vernetzung, zunehmend auch die Vernetzung zwischen Organisationen als wesentliche settingbezogene Interventionsmöglichkeit erkannt. Denn in unserer komplexer werdenden Welt können viele Fragen nicht mehr angemessen durch jeweils eine einzige Organisation bearbeitet werden. Weiters wird deutlich, dass zwar eine Vielzahl an oft exzellenten Praktiken und Vorgehensweisen zur Gesundheitsförderung in einzelnen Organisationen entwickelt werden, aber kaum organisationsübergreifender Austausch darüber stattfindet. Auch im Sinne der Nachhaltigkeitssicherung ist Vernetzung zentral: Hier gilt es immer wieder aufs Neue zu entscheiden, was geeignete Organisationsformen sind, wieviel Selbstorganisation und wieviel externe Vorgabe sinnvoll ist, wie die Mitgliedschaft gestaltet ist, welche Entscheidungsstruktur passend ist.

Im Seminar steht im Zentrum, den in der Theorie propagierten Nutzen von Netzwerken anhand von praktischen Beispielen aus der Gesundheitsförderung darzustellen und die Breite von möglichen Netzwerkaktivitäten sowie ihre Grenzen zu verdeutlichen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden die theoretischen Überlegungen in praktische Anwendungsmöglichkeiten anhand von zur Verfügung gestellten oder mitgebrachten Fallbeispielen überführt. Über die gemeinsame Reflexion von Erfahrungen und einen vernetzenden Austausch wird Vernetzung im Seminar selbst erlebbar gemacht und die Vernetzung fördernden Methoden bieten einen anwendungsorientierten Lernraum, in dem eng an den Interessen und Praxisanliegen der Teilnehmenden konkrete Hinweise für die Gestaltung von Netzwerken erarbeitet werden.

Inhalte:
  • theoretische Grundlagen zur Netzwerktheorie
  • Models of Good Practice mit Netzwerken in der Gesundheitsförderung
  • zentrale Herausforderungen und Stolpersteine
  • Fallarbeit zu geplanten Netzwerkaktivitäten der Teilnehmenden
Methoden:
  • kompakte Theorie-Inputs
  • Kleingruppenarbeit in verschiedenen Formaten
  • Arbeit an Fallbeispielen der Teilnehmenden
Referent/in bzw. Trainer/in:

Georg Zepke, Lorena Hoormann

Veranstaltungs-ID Veranstaltungsort Anmeldeschluss
19400105

Wiener Gesundheitsförderung
Treustraße 35-43/Stiege 6, 1. Stock
1200 Wien

2. Mai 2019

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